Der Goldpreis beeindruckt auch 2025. Laut der Schweizer Bank UBS ist die Rallye noch lange nicht vorbei. Die Bank erwartet, dass Gold innerhalb eines Jahres auf 5.000 Dollar pro Unze steigt. Und wenn die weltweite Unruhe weiter zunimmt? Dann könnte es sogar noch weiter steigen.
Gold steigt schneller als erwartet
Mit einem Anstieg von 66 Prozent seit Jahresbeginn gehört Gold zu den besten Anlagen des Jahres 2025. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Preis bei 4.371 Dollar pro Unze. Die UBS sieht Potenzial für weitere Gewinne in Höhe von mehreren hundert Dollar und geht davon aus, dass der Goldpreis im dritten Quartal 2026 die 5.000-Dollar-Marke erreichen wird.
Damit erhöht die Bank ihr vorheriges Kursziel von 4.300 Dollar erheblich. Selbst in einem vorsichtigeren Szenario bleibt Gold stabil, bei etwa 4.800 Dollar gegen Ende 2026. Doch im Falle einer politischen oder finanziellen Eskalation kann der Preis sogar auf 5.400 Dollar steigen.
Warum Investoren auf Gold setzen
UBS nennt mehrere Gründe, warum Gold derzeit so beliebt ist. Niedrige Zinsen, eine anfällige Weltwirtschaft, Sorgen über die US-Staatsfinanzen und politische Spannungen im Vorfeld der US-Wahlen spielen eine Rolle.
„Sollten die Risiken weiter steigen, könnte der Goldpreis auf 5.400 Dollar pro Unze ansteigen“, so UBS-Strategen. Vor allem die Erwartung, dass Zentralbanken die Zinsen senken, sorgt für zusätzliche Nachfrage. Das gilt nicht nur für Investoren, sondern auch für die Zentralbanken selbst.
UBS betrachtet jüngste Preisrückgänge als vorübergehend. Die zugrunde liegende Nachfrage nach Gold bleibt laut der Bank äußerst stark.
Zentralbanken und Investoren kaufen Gold
Anscheinend sichern sich nicht nur private Investoren ab. Zentralbanken haben in diesem Jahr bereits 634 Tonnen Gold gekauft. UBS erwartet, dass dies bis Ende 2025 auf 950 Tonnen ansteigen wird.
Auch die Nachfrage von Investoren steigt: Bisher sind 222 Tonnen in Gold-ETFs geflossen, und zum vierten Quartal in Folge liegt die Nachfrage nach Goldbarren und Münzen über 300 Tonnen. Selbst die Schmuckbranche lässt sich von den hohen Preisen nicht abschrecken.
Laut UBS sind viele Investoren immer noch zu wenig in Gold investiert. Die Bank rät daher, Gold auf jeden Fall einen Anteil von ein paar Prozent deines Portfolios ausmachen zu lassen.
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