Die Futures der drei wichtigsten US-Aktienindizes stehen tief im Minus, während sich die Anleger auf eine volatile Woche vorbereiten.
Die US-Aktien-Futures stürzten ab, nachdem Präsident Donald Trump neue Handelstarife für Importe aus China, Mexiko und Kanada angekündigt hatte.
Die Nasdaq 100 Futures fielen am 3. Februar um fast 2,7 %, so die Daten von Finviz. Auch andere US-Aktien-Futures zeigten Rückgänge: Der Russell 2000, der kleine US-Unternehmen verfolgt, verlor 3,2 %, der S&P 500 fiel um 2 %, und die Dow Jones Industrial Average Futures sanken um 1,5 %.
Was sind Futures und warum reagieren sie so stark?
Aktien-Futures sind Finanzkontrakte, mit denen Anleger auf zukünftige Wertveränderungen von Aktienindizes wie dem Nasdaq 100 spekulieren oder sich gegen diese absichern können. Dieser Index umfasst die 100 größten nicht-finanziellen Unternehmen, die an der US-Börse gelistet sind.
Die derzeitige Verkaufswelle in den Futures ist eine direkte Reaktion auf die Handelstarife, die Trump am 1. Februar verhängte. Kanada und Mexiko sehen sich einem Tarif von 25 % auf ihre Exporte in die USA gegenüber, während China mit einem Tarif von 10 % belegt wird. Diese Maßnahmen treten am 4. Februar in Kraft.
Ökonomen: „Märkte müssen sich neu bewerten“
Laut George Saravelos, Leiter der FX-Forschung bei der Deutschen Bank, haben die Märkte das Handelsrisiko unterschätzt. „Der Markt muss das Risiko des Handelskrieges strukturell und erheblich neu bewerten, da die angekündigten Zölle dreimal so hoch sind wie erwartet.“
Tobin Marcus, Leiter der US-Politik bei Wolfe Research, fügte hinzu: „Die Märkte müssen Trumps Handelstarife jetzt buchstäblich nehmen, anstatt sie nur ernst zu nehmen. Wenn dieses neue Niveau der Ernsthaftigkeit schnell eingepreist wird, könnte Montag ein harter Tag für die Börsen werden.“
Kryptomarkt verliert 450 Milliarden Dollar
Nicht nur die Börsen stehen unter Druck: Der Kryptomarkt hat in den letzten 24 Stunden mehr als 13 % an Wert verloren. Laut Daten von CoinGecko fiel die gesamte Marktkapitalisierung auf 3,12 Billionen Dollar, den niedrigsten Stand seit Mitte November.
Bitcoin könnte von schwächerem Dollar profitieren
Trotzdem sehen einige Analysten auch Chancen. Jeff Park, Leiter der Alpha-Strategien bei Bitwise, stellt fest, dass der Handelskrieg langfristig positiv für Bitcoin sein könnte. „Ein schwächerer Dollar und niedrigere Renditen auf US-Staatsanleihen könnten dazu führen, dass Bitcoin erheblich an Wert gewinnt.“
Anleger bereiten sich also auf eine volatile Woche vor, sowohl an den traditionellen Börsen als auch auf dem Kryptomarkt.
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