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Präsident Donald Trump hat sein nationales Sicherheitsteam einberufen, um einen iranischen Vorschlag zu erörtern, der auf ein Ende des Krieges abzielt, der mittlerweile im dritten Monat andauert. Der Konflikt hat im Nahen Osten Tausende von Leben gefordert und sorgt für erhebliche Störungen auf den globalen Energiemärkten.
Trump werde „sehr bald“ auf den Vorschlag reagieren, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Montag gegenüber Reportern. Ihm zufolge seien die roten Linien des Präsidenten gegenüber Iran „sehr klar“. So sei es für die USA inakzeptabel, dass Teheran eine Atombombe entwickelt. Iran bestreitet seit Jahren, solche Ambitionen zu haben.
Iran hat seine Bereitschaft zu einem Zwischenabkommen signalisiert, um die Straße von Hormuz wieder zu öffnen, im Austausch für die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen. In diesem Szenario würden die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm vorübergehend ausgesetzt. Teheran möchte dabei einen Teil der Kontrolle über die Schifffahrt durch die strategische Meerenge behalten, eine Forderung, die Washington voraussichtlich ablehnen wird.
Laut der New York Times hat Trump intern seine Unzufriedenheit über die jüngsten Vorschläge aus Iran geäußert. Die Zeitung beruft sich auf mehrere anonyme Quellen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Warum Trump den Vorschlag ablehnt, ist unklar. Zuvor hatte die US-Regierung jedoch betont, dass jedes Abkommen Beschränkungen für das iranische Atomprogramm enthalten müsse.
Rund um den 7. April vereinbarten die Konfliktparteien einen Waffenstillstand. Die Gefahr neuer Kämpfe bleibt bestehen, falls keine neuen Verhandlungen zustande kommen. Eine erste Gesprächsrunde in Pakistan Mitte April brachte kaum Fortschritte.
Außenminister Marco Rubio nannte den iranischen Vorschlag gegenüber Fox News „besser als erwartet“. Gleichzeitig bestehen laut Weißem Haus Zweifel, ob der Einreicher des Vorschlags befugt war, im Namen Irans zu sprechen. Rubio spielt damit auf frühere Hinweise an, dass die iranische Führung über die Verhandlungsstrategie gespalten ist.
Die Straße von Hormuz, durch die vor dem Ausbruch des Konflikts Ende Februar etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssigerdgases transportiert wurde, ist weiterhin nahezu vollständig blockiert. Der Preis für Brent-Öl, die europäische Benchmark, steigt daher weiter. Am Dienstag klettert der Ölpreis um drei Prozent auf rund 112 Dollar pro Barrel. Damit erreicht Brent das höchste Schlussniveau seit etwa einem Monat.
International wächst die Frustration über die diplomatische Sackgasse und die anhaltende Blockade der Meerenge. In Teilen Asiens und Afrikas hat dies bereits zu Treibstoffrationierungen geführt. Gleichzeitig nehmen die Sorgen über eine mögliche weltweite wirtschaftliche Abkühlung zu.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte scharfe Kritik an der Situation. Ihm zufolge werden die USA von den iranischen Führern „gedemütigt“. Er fügte hinzu, keine Vorstellung davon zu haben, welchen strategischen Ausweg Washington noch sieht.
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20 % des weltweiten Öls passieren normalerweise Hormus. Eine Absichtserklärung soll den Verkehr wiederherstellen: Erleichterung für die Märkte.
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