Nachdem Donald Trump seinen Handelskrieg begonnen hatte, entstand das Narrativ, dass Investoren ihr Vertrauen in die dominante Position der Vereinigten Staaten verloren und mit ihrem Kapital nach Europa, China und andere Ziele flohen. Neue Zahlen von Goldman Sachs zeigen, dass tatsächlich eine Art Kapitalflucht stattfindet.
Im Mai flohen nämlich 37 Milliarden Dollar an Kapital von ausländischen Investoren aus dem amerikanischen Aktienmarkt.
Zweiter Monat in Folge
Der Kapitalabfluss von 37 Milliarden Dollar markiert gleichzeitig den zweiten Monat in Folge mit Abflüssen vom amerikanischen Aktienmarkt. Im April betrug der Abfluss 7 Milliarden Dollar.
Über das ganze Jahr gemessen gibt es einen Nettoabfluss von 31 Milliarden Dollar für die Vereinigten Staaten. Das liegt natürlich daran, dass einige Monate für den amerikanischen Aktienmarkt positiv endeten.
Zum Vergleich: dieselbe Gruppe von Investoren kaufte im November und Dezember 2024 Aktien in den Vereinigten Staaten im Wert von 201 Milliarden Dollar.
Es könnte natürlich auch sein, dass Investoren die Gewinne der letzten Zeit realisieren wollten und deshalb etwas Kapital aus den Vereinigten Staaten zu fliehen schien. Das muss natürlich nicht das zuvor besprochene Narrativ betreffen.
Sie haben alle die Rally verpasst
Das Bemerkenswerte ist, dass die meisten Abflüsse im April und Mai stattfanden. Das war natürlich der Zeitpunkt, zu dem der amerikanische Aktienmarkt gerade ein gigantisches Comeback machte.
Das ist das Ergebnis von Privatpersonen in den Vereinigten Staaten, die den Abfluss von ausländischen Investoren kompensieren. Basierend auf Daten von JPMorgan berichtet The Kobeissi Letter, dass Privatpersonen im Mai 23 Milliarden Dollar an amerikanischen Aktien kauften, während sie im März und April zusammen 40 Milliarden Dollar ausmachten.

Vom Beginn des Jahres 2025 an gemessen, geht es sogar um 150 Milliarden Dollar an ETFs und einzelnen Aktien.
„Retail geht all-in auf diesen Markt,“ so endet er seine Veröffentlichung.
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