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Präsident Donald Trump hat erneut gegen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell ausgeteilt. Diesmal bezeichnet er ihn als „Katastrophe“. Seine Kritik steht im Zusammenhang mit der aktuellen Zinspolitik. Mit einem auffälligen Meme auf Truth Social verstärkt Trump seine jahrelange Kritik kurz vor einer wichtigen Zinssitzung.
Die Botschaft ist klar. Laut Trump agiert die Federal Reserve zu zögerlich bei der Senkung der Zinsen. Damit erhöht er den Druck auf die Geldpolitik.
Trump nennt Powell schon länger „Too Late“. Dieser Spitzname spiegelt seine Frustration über die Zinspolitik wider. In seiner neuesten Mitteilung kombiniert er diese Kritik mit einem visuellen Angriff, bei dem Powell symbolisch in einem Müllcontainer landet.
Nach Ansicht des Präsidenten sind die aktuellen Zinsen zu hoch und bremsen das Wirtschaftswachstum. Niedrigere Kreditkosten würden Verbraucher entlasten und Investitionen anregen. Diese Sichtweise steht im Gegensatz zur Federal Reserve, die die Zinsen hoch hält, um die Inflation zu kontrollieren.
Frühere Versuche Trumps, Powell aus seinem Amt zu entfernen, scheiterten nach rechtlichen Warnungen. Inzwischen konzentriert sich die Regierung darauf, Verbündete innerhalb der US-Zentralbank zu platzieren.
Der Zeitpunkt von Trumps Äußerungen fällt auf. Sie kommen nur wenige Tage, nachdem Powell seine letzte FOMC-Sitzung als Vorsitzender (28.-29. April) geleitet hat und kurz vor dem offiziellen Ende von Powells Amtszeit am 15. Mai. Anleger blicken daher besonders aufmerksam auf die Übergangsphase und die ersten Schritte des designierten Nachfolgers Kevin Warsh.
Warsh steht somit sofort unter Beobachtung. Die Frage ist, wie er mit dem Druck von Trump umgehen wird, der seit Langem für niedrigere Zinsen eintritt und diese Haltung nicht aufgibt. Powell hielt hingegen an einer vorsichtigen Politik fest, um Inflationsrisiken zu minimieren.
Die Federal Reserve soll unabhängig von politischen oder wirtschaftlichen Interessen agieren. Daher richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger jetzt auf die nächsten Schritte der Zentralbank. Ob ein neuer Vorsitzender auch einen Kurswechsel einleiten wird, bleibt die entscheidende Frage.
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