Die Krypto-Projekte rund um Präsident Trump stehen stark unter Druck. Die TRUMP-Memecoin ist um etwa 90 Prozent von ihrem Höchststand gefallen und notiert bei rund 2,86 Dollar. Die DeFi-Plattform World Liberty Financial seiner Söhne verzeichnete fast 75 Prozent Verlust. Gleichzeitig wächst die politische Kritik nach der Ankündigung eines exklusiven Galas, das nur für Token-Inhaber zugänglich ist.
Von 73 Dollar auf weniger als 3 Dollar
Der Official Trump Token erreichte im Januar 2025 einen Höchststand von über 73 Dollar. Im März 2026 fiel der Kurs auf ein Tief von 2,73 Dollar. Derzeit wird der Coin bei etwa 2,86 Dollar gehandelt. Für diejenigen, die zum Höchststand eingestiegen sind, haben mehr als 90 Prozent ihrer Investitionsbeträge verloren.
Auch World Liberty Financial zeigt einen erheblichen Rückgang. Der Governance-Token des Projekts, das unter Mitwirkung von Trumps Söhnen entstanden ist, fiel von etwa 0,31 Dollar im September 2025 auf 0,07 Dollar. Ein Verlust von nahezu 75 Prozent.
Gala nur für Token-Inhaber sorgt für Empörung
Am 25. April ist ein exklusives Gala-Event geplant, zu dem nur Besitzer von TRUMP-Token Zugang erhalten. Die demokratischen Senatoren Elizabeth Warren, Richard Blumenthal und Adam Schiff haben dazu in einem Brief an Bill Zanker, den Initiator der Memecoin, Fragen gestellt.
Die Senatoren wollen wissen, was das Ziel der Veranstaltung ist und ob Interessenkonflikte bestehen. Ihre Sorge ist, dass der Zugang zum Präsidenten indirekt an den Besitz der Token gekoppelt wird. Das würde bedeuten, dass Trump und sein Umfeld finanziell von der Coin-Veräußerung profitieren.
Kritik auch aus der Kryptobranche
Die Unzufriedenheit kommt nicht nur von Politikern. Auch innerhalb der Kryptowelt wächst die Kritik. Professorin Tonya Evans stellt fest, dass die Branche erneut mit den Folgen von Macht und finanziellen Eigeninteressen konfrontiert ist. Ihrer Meinung nach verlagert sich der Fokus zu oft von dem eigentlichen Wert eines Projekts auf die damit verbundene Person.
Der TRUMP-Token hat keine klare Anwendungsmöglichkeit. Es handelt sich um einen Memecoin, dessen Wert fast ausschließlich von der Stimmung und der Assoziation mit dem Präsidenten abhängt. Das macht ihn anfällig für genau die Art von Kursverlust, die derzeit stattfindet.
Außergewöhnliche Situation
Kursverluste von 90 Prozent sind bei Memecoins nicht ungewöhnlich. Doch die Verwicklung eines amtierenden Präsidenten macht diese Situation außergewöhnlich. Die Kombination aus hohen Verlusten für Anleger, einer exklusiven Gala, die nach einem Interessenkonflikt riecht, und wachsendem politischem Druck macht es unwahrscheinlich, dass die Diskussion schnell verpufft.
Für Anleger, die noch in den TRUMP-Token oder WLFI investiert sind, sieht es düster aus. Ohne konkrete Anwendungsmöglichkeiten oder ein klares Geschäftsmodell hängt eine Erholung vom Sentiment ab. Und diese Stimmung verschlechtert sich mit jeder neuen Schlagzeile in der Zeitung.
Ethereum-Ausbruch gegen Bitcoin: Beginnt jetzt die Altseason?
Eine Altseason rückt näher, nachdem Ethereum im Verhältnis zu Bitcoin den Ausbruch geschafft hat und mehrere technische Signale bei Altcoins positiv ausfallen.
Krypto-Kursupdate: Bitcoin erholt sich nach Strategy-Verkauf, Markt bleibt unter Druck
Bitcoin hat nach dem Verkauf durch Strategy einen kräftigen Rückschlag erlitten, erholt sich inzwischen aber wieder. So steht der Markt aktuell da.
Fast eine Million Anleger verlieren 3,8 Milliarden Dollar mit Trumps Memecoin
Fast eine Million Käufer des TRUMP-Memecoins sitzen zusammen auf Verlusten von 3,8 Milliarden Dollar, während Trump daran mehr als 630 Millionen Dollar verdient hat.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
