Präsident Trump hat bestätigt, dass die USA einen Währungsswap mit den Vereinigten Arabischen Emiraten in Erwägung ziehen. Der wohlhabende Golfstaat hat Washington um finanzielle Unterstützung gebeten, um die wirtschaftlichen Folgen des Krieges mit Iran abzufedern.
Dass ausgerechnet die VAE um Hilfe ersuchen, verdeutlicht die Schwere der Spannungen in der Region.
„Es sind ungewöhnliche Zeiten“
Trump bestätigte das Vorhaben am Dienstag in einem Interview mit CNBC. Er nannte die Vereinigten Arabischen Emirate einen wichtigen Verbündeten und erklärte sich bereit, Unterstützung zu leisten. Dabei brachte er seine Verwunderung zum Ausdruck. Seiner Meinung nach wird es als außergewöhnlich betrachtet, dass von einem Land mit solch großen Finanzreserven um Hilfe gebeten wird. „Aber dies sind ungewöhnliche Zeiten“, sagte er.
Bereits zuvor berichtete das Wall Street Journal, dass die VAE nach möglichen finanziellen Rettungsmaßnahmen wie einem Devisenswap gefragt haben, falls der wirtschaftliche Schaden weiter zunimmt. Ein solches Abkommen ermöglicht es Zentralbanken, gegenseitig ihre Währungen bereitzustellen, und wird in der Regel nur in Zeiten schwerer finanzieller Belastung eingesetzt, um die Märkte zu stabilisieren.
Warum die VAE in Schwierigkeiten sind
Der Krieg mit Iran trifft die Golfstaaten an mehreren Fronten. Durch die Blockade der Straße von Hormus ist der Öl-Export weitgehend zum Erliegen gekommen. Gleichzeitig führte Iran Vergeltungsangriffe auf Energieinfrastrukturen in der Region aus, darunter auch Ziele in den VAE.
Für ein Land, das stark von Öleinnahmen und seiner Rolle als finanzieller und logistischer Knotenpunkt abhängig ist, sind das schwere Schläge. Dass gerade eines der reichsten Länder der Welt nun auf Soforthilfe setzt, zeigt, wie tief die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts mittlerweile reichen.
Weißes Haus: Wahrscheinlich nicht notwendig
Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, dämpfte die Erwartungen. Ihm zufolge sind die Vereinigten Staaten bereit, die VAE zu unterstützen, jedoch hält er es für unwahrscheinlich, dass ein solcher Eingriff tatsächlich notwendig sein wird.
Die vorgeschlagene Konstruktion ist zudem nicht neu. Im vergangenen Herbst schloss Washington eine ähnliche Stabilisierungsabkommen mit Argentinien ab, um den Peso vor den Wahlen zu stützen. Präsident Milei, ein Verbündeter von Trump, war damals auf diese Unterstützung angewiesen, um seine wirtschaftlichen Reformen aufrechtzuerhalten.
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