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Die asiatischen Börsen legten am Freitag kräftig zu, ungeachtet neuer militärischer Aktivitäten rund um Iran. Anleger scheinen vor allem auf Signale zu achten, dass die USA und Iran einer vorläufigen Vereinbarung nahekommen, um ihren dreimonatigen Konflikt zu pausieren.
Japan gehörte zu den großen Gewinnern. Der Nikkei 225 stieg um rund 2,5 Prozent, während der breitere Topix-Index ein neues Rekordhoch erreichte. Auch in Südkorea lief es gut. Der Kospi sprang um mehr als 3 Prozent nach oben und markierte erneut einen Rekord.

Der Anstieg kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt, da die Spannungen um Iran nach wie vor hoch sind. Laut iranischen Staatsmedien feuerte Iran am Donnerstagabend Raketen auf unbekannte Ziele. Zuvor hatte das Pentagon gemeldet, dass Iran eine ballistische Rakete in Richtung Kuwait abgefeuert und Kampfdrohnen in der Straße von Hormus eingesetzt hatte.
Auf dem Börsenparkett überwiegt jedoch vorerst die Hoffnung auf Diplomatie. Ein Vertreter des Weißen Hauses bestätigte laut CNBC, dass Washington und Teheran weitgehend über die Bedingungen für eine vorläufige Vereinbarung einig sind.
Für Anleger ist das wichtig. Eine Pause im Konflikt könnte den Druck auf die Ölpreise verringern und damit auch die Inflationssorgen dämpfen. Das gibt den Aktienmärkten Raum für weitere Kursanstiege.
Neben der Geopolitik bleibt künstliche Intelligenz der große Antrieb hinter dem Optimismus. In Südkorea stieg Samsung Electronics um über 6 Prozent, nachdem das Unternehmen bekannt gab, dass es weltweit Muster seines neuesten High-Bandwidth-Speicherchips an Kunden versandt hat.

Diese Speicherchips sind entscheidend für KI-Server und werden in der globalen Chipkette immer wichtiger. Das erklärt, warum Anleger erneut massiv zu asiatischen Technologiewerten greifen.
Auch die Wall Street gab ein starkes Signal. Am Donnerstag schlossen der S&P 500, Nasdaq und Dow Jones alle auf Rekordhochs. Besonders Technologiewerte waren gefragt.
Die amerikanische KI-Rally erhielt durch Snowflake zusätzliche Unterstützung. Die Aktie stieg um 36,5 Prozent, der beste Handelstag aller Zeiten für das Unternehmen. Snowflake veröffentlichte starke Quartalszahlen, gab eine optimistische Prognose ab und kündigte an, in den nächsten fünf Jahren 6 Milliarden Dollar für Amazon Web Services auszugeben.
Diese Nachricht verstärkte die Vorstellung, dass KI nicht nur für Chiphersteller, sondern auch für Unternehmen, die Dateninfrastrukturen liefern, vorteilhaft ist. Anleger sehen immer mehr Unternehmen als Profiteure der KI-Investitionswelle.
Nicht alle asiatischen Märkte machten mit. Hongkong stieg um etwa 1,1 Prozent, aber der chinesische Shanghai Composite stand leicht im Minus. Der CSI 300 blieb nahezu unverändert.
Das zeigt, dass Anleger selektiv bleiben. Märkte, die direkt von KI, Chips und Technologie profitieren, stehen im Fokus. China bleibt aufgrund von Sorgen über Wachstum, Politik und die fragile Binnennachfrage zurück.
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