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Die gemeinsame Einheit zur Bekämpfung von Finanzkriminalität von Tron, Tether und TRM Labs hat seit September 2024 mehr als $250 Millionen an illegalen Krypto-Assets eingefroren. Das ist mehr als doppelt so viel wie die $100 Millionen, die in den ersten sechs Monaten nach dem Start abgefangen wurden. Die Einheit, T3 Financial Crime Unit (T3 FCU), arbeitet mit internationalen Strafverfolgungsbehörden zusammen, um Geldwäsche, Anlagebetrug, Erpressung, Terrorismusfinanzierung und andere kryptobezogene Straftaten zu bekämpfen.
Mit der Einführung des neuen T3+-Programms will die Organisation ihr Netzwerk deutlich ausbauen. Binance ist der erste Partner, der sich anschließt. Das Programm zielt auf eine engere Zusammenarbeit mit Börsen, Banken und anderen Marktteilnehmern ab, um verdächtige Transaktionen schneller zu erkennen und zu blockieren. Laut Tron-Gründer Justin Sun soll diese Erweiterung helfen, illegale Aktivitäten im Blockchain-Sektor in Echtzeit zu bekämpfen.
Die Ankündigung folgt auf eine Phase, in der Krypto-Hacks immer ausgefeilter und schneller werden. Zahlen des Blockchain-Analyseunternehmens Global Ledger zeigen, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2025 mehr als $3 Milliarden an Kryptowährungen gestohlen wurden. Bei den schnellsten Hacks war die Geldwäsche bereits innerhalb von drei Minuten abgeschlossen; in über 30% der Fälle geschah dies innerhalb von 24 Stunden. Im Durchschnitt wurden gestohlene Krypto-Assets innerhalb von 15 Stunden verschoben, und in 23% der Fälle vollständig gewaschen, bevor der Hack entdeckt wurde.
Etwa 15% der illegalen Kryptotransaktionen laufen über zentralisierte Börsen. Compliance-Teams haben oft nur 10 bis 15 Minuten, um verdächtige Überweisungen abzufangen, bevor die Gelder verschwinden. Aufgrund der Beteiligung staatlich unterstützter Hackergruppen, internationaler Cybercrime-Netzwerke und Betrugsorganisationen ist die Rückholung gestohlener Krypto besonders kompliziert.
Nicht alle sind mit der Rolle von Stablecoin-Emittenten beim Einfrieren von Geldern zufrieden. So führte das Einfrieren von fast $86.000 an gestohlenen USDT durch Tether im vergangenen Monat zu einer Debatte über die Macht zentraler Akteure in einem Sektor, der eigentlich dezentral sein möchte. Gegner befürchten, dass diese Macht die Unabhängigkeit der Nutzer beeinträchtigt, während Befürworter der Ansicht sind, dass solche Eingriffe notwendig sind, um den Markt sicher zu halten.
Tether-CEO Paolo Ardoino erklärte, dass sich „schlechte Akteure nirgendwo auf der Blockchain verstecken können“ und betonte, dass nur durch gemeinsame Anstrengungen weltweit ein sicherer und verlässlicher Kryptomarkt geschaffen werden könne.
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