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Die Kryptobranche sieht in künstlicher Intelligenz zunehmend einen neuen Wachstumsmarkt. Auch Tron (TRX) will dabei eine Rolle spielen und ist einem neuen AI-Initiative beigetreten. Laut Gründer Justin Sun könnte diese Technologie in den kommenden Jahren erheblichen Einfluss darauf haben, wie Blockchain-Netzwerke genutzt werden.
Die Tron-Blockchain hat sich einem neuen Initiative im Bereich der künstlichen Intelligenz angeschlossen. Das Projekt wurde in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Das Netzwerk ist der Agentic AI Foundation (AAIF) beigetreten, einem von der Linux Foundation initiierten Projekt, das an einer offenen Infrastruktur für sogenannte AI-Agents arbeitet.
Tron erhält in dieser Organisation auch einen Sitz im Verwaltungsrat. Die Agentic AI Foundation entwickelt offene Standards und technische Infrastruktur für autonome AI-Systeme, die auch als AI-Agents bezeichnet werden.
AI-Agents sind eine Art digitale Assistenten. Es handelt sich um intelligente Computerprogramme, die eigenständig Aufgaben erledigen können, ohne dass ein Mensch jede einzelne Handlung steuern muss. Im Gegensatz zu herkömmlichen Chatbots können AI-Agents eigenständig Informationen suchen, Pläne erstellen und anschließend Aktionen ausführen.
Laut Tron DAO, der Organisation hinter dem Netzwerk, werden AI-Agents in Zukunft vermehrt finanzielle Transaktionen durchführen. Dazu zählen etwa automatische Zahlungen zwischen Diensten, Software und Online-Plattformen.
Dafür wird eine neue digitale Infrastruktur benötigt, die viele kleine Transaktionen gleichzeitig verarbeiten kann. Tron sieht in der Blockchain-Technologie eine bedeutende Rolle in diesem Bereich.
„Viele Anwendungen von KI-Agenten bestehen aus kleinen, häufig wiederkehrenden Transaktionen”, sagte Sun. „Dafür sind Netzwerke erforderlich, die schnell und kostengünstig zu nutzen sind.”
Sun erwartet zudem, dass diese Technologie eine neue Handelsform schaffen könnte, bei der Maschinen direkt miteinander Handel treiben. Dies wird auch als Machine-to-Machine-Commerce bezeichnet.
Die Zusammenarbeit mit der Agentic AI Foundation ist Teil einer umfassenderen Strategie von Tron. Das Netzwerk plant, in den kommenden Jahren verstärkt auf künstliche Intelligenz zu setzen.
Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Bank of AI”. Dabei soll eine Finanzschicht entstehen, in der KI-Agenten selbstständig Finanzdienstleistungen nutzen und Transaktionen durchführen können.
Tron ist nicht der Einzige, der darin Chancen sieht. Auch NEAR-Gründer Illia Polosukhin ist optimistisch, was diese Technologie angeht. Er erwartet, dass AI-Agents in Zukunft die Hauptnutzer von Blockchains sein werden.
Auch laut Tether-CEO Paolo Ardoino werden in Zukunft enorme Mengen an AI-Agents Kryptowährungen nutzen. Dabei nennt er insbesondere Bitcoin (BTC) und die Stablecoin USDT als Zahlungsmittel für Transaktionen zwischen diesen Systemen. Ardoino prognostiziert, dass innerhalb der nächsten fünfzehn Jahre sogar eine Billion AI-Agents in der digitalen Wirtschaft aktiv sein könnten.
Auch außerhalb der Kryptobranche gibt es zunehmend Fortschritte in Richtung AI-Agents. So hat der Chipgigant Nvidia bekannt gegeben, dass er sich verstärkt auf diese Technologie fokussiert.
Laut Berichten arbeitet das Unternehmen an einer neuen Open-Source-Plattform namens NemoClaw, mit der Unternehmen eigene AI-Agents entwickeln können.
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