Die Europäische Union riskiert einen Rückstand auf dem US-amerikanischen Kryptomarkt, da Tethers USDT, die am häufigsten verwendete Stablecoin, aufgrund der neuen MiCA-Regelungen von Handelsplattformen entfernt wird. Während die USA unter der Führung von Donald Trump eine pro-crypto Kurs zu verfolgen scheinen, könnte Europa wichtige Investoren und Liquidität verlieren.

MiCA-Regeln erzwingen die Entfernung von USDT

Die Markets in Cryptoassets (MiCA)-Regelung, die Ende Dezember vollständig in Kraft tritt, verlangt, dass alle Stablecoins, die an europäischen Börsen gehandelt werden, von Unternehmen mit einer E-Geld-Lizenz ausgegeben werden. Obwohl der Wettbewerber Circle bereits eine solche Lizenz besitzt, hat Tether diese nicht erhalten. Infolgedessen haben viele Börsen, wie OKX, USDT bereits entfernt.

Stablecoins wie USDT sind aufgrund ihrer Bindung an traditionelle Währungen wie den US-Dollar für den Kryptohandel unerlässlich. Laut Usman Ahmad, CEO von Zodia Markets, führt das Verschwinden von USDT zu einem Verlust an Liquidität und erhöhten Kosten für europäische Händler. „USDT ist bei weitem die liquideste Stablecoin“, betont Ahmad.

Risiken und Chancen in der EU

Die neuen Regelungen sollen Kriminalität wie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bekämpfen. Studien haben USDT häufig mit illegalen Transaktionen in Verbindung gebracht, insbesondere auf der Tron-Blockchain. Kritiker warnen jedoch, dass MiCA möglicherweise nicht die gewünschte Transparenz bietet, ohne dass die Behörden in fortschrittliche Überwachungstools investieren.

Trotz einer Verdoppelung des Krypto-Besitzes in der Eurozone auf 9 % seit 2022 bleibt die Adoption relativ niedrig. Gleichzeitig erreicht das Risikokapital in europäischen Krypto-Startups den niedrigsten Stand seit vier Jahren, während Nordamerika eine Erholung verzeichnet.

Trumps pro-crypto Politik verstärkt den Kontrast

In den USA hat die Wahl von Donald Trump zu Optimismus auf dem Kryptomarkt geführt, wobei Bitcoin erstmals die Grenze von 100.000 US-Dollar durchbrach. Trumps Ernennungen, wie Howard Lutnick im Handelsministerium, deuten auf eine reibungslose Regulierung für digitale Vermögenswerte hin, was die Attraktivität des US-Marktes weiter erhöht.

Laut Pascal St-Jean, CEO von 3iQ, werden europäische Händler Schwierigkeiten haben, auf Alternativen zu USDT umzusteigen. „Die Entfernung von Tether wird zu Störungen führen“, warnt er.

Fazit: EU läuft Gefahr, zurückzufallen

Obwohl die Europäische Union versucht, den Kryptomarkt zu regulieren und sicherer zu machen, könnte das Verbot von USDT zu einem Verlust der Wettbewerbsposition führen. Während die USA durch Trumps Politik einen Krypto-Boom erleben, muss Europa darauf achten, in dieser schnell wachsenden Branche nicht ins Hintertreffen zu geraten.

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