Tether (USDT), der Herausgeber der weltweit größten Stablecoin, ist mit einem bedeutenden Bitcoin-Kauf ins neue Jahr gestartet. Das Unternehmen erwarb 8.888,88 BTC im Wert von etwa 780 Millionen Dollar als Teil der Gewinnzuweisung für das vierte Quartal 2025. Damit erhöht Tether seinen Gesamtbestand auf über 96.000 Bitcoin (BTC).
Strategischer Bitcoin-Aufbau
Der Kauf ist Teil der bereits angekündigten Strategie von Tether, jedes Quartal bis zu fünfzehn Prozent seines operativen Gewinns in Bitcoin zu investieren. Laut CEO Paolo Ardoino ist der BTC-Aufbau Teil einer umfassenderen „Reserveallokation“, bei der Gewinne in harte Vermögenswerte umgewandelt werden, ohne die zugrunde liegende Deckung der USDT-Stablecoins zu beeinträchtigen.
Das Unternehmen verwendet dafür ausschließlich überschüssige Gewinne. Diese Gewinne stammen hauptsächlich aus Zinsen auf kurzfristige US-Staatsanleihen, Repo-Vereinbarungen und anderen liquiden, risikofreien Instrumenten, in denen Tether seine Reserven hält.
Tether als stiller Bitcoin-Whale
Tethers Ansatz unterscheidet sich grundlegend von Unternehmen wie Strategy, das Geld leiht oder neues Kapital anzieht, um Bitcoin zu kaufen. Stattdessen fungiert Tether als eine Art interne Zentralbank: Es investiert Gewinne, um Reserven zu diversifizieren und gleichzeitig Vertrauen in den stabilen Wert von USDT zu stärken.
Mit dem letzten Kauf steigt Tethers Bitcoin-Reserve auf mehr als 96.000 BTC. Damit gehört das Unternehmen zu den drei größten bekannten Firmen-Bitcoin-Besitzern, neben Strategy und Marathon Digital.
Timing: Geringe Liquidität, sinkende Volatilität
Auffällig ist, dass Tether seinen Kauf in einer Phase abnehmender Liquidität auf den Kryptomärkten tätigte. Rund um den Jahreswechsel nimmt die Handelsaktivität oft ab, was zu größeren Preisschwankungen bei relativ kleinen Aufträgen führt. Dass Tether dennoch einkauft, könnte darauf hindeuten, dass das Unternehmen eine langfristige Perspektive verfolgt und sich nicht von kurzfristiger Volatilität leiten lässt.
Der Bitcoin-Kurs schwankt derweil weiterhin um die 88.000 Dollar. Trotz des ETF-Hypes und der bevorstehenden Halbierung scheint ein überzeugender Ausbruch vorerst auszubleiben.
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