Lingo Telecom, das in Texas ansässige Telekommunikationsunternehmen, wurde von der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) mit einer Geldstrafe von 1 Million Dollar belegt, wegen seiner Rolle in einem illegalen Deepfake-Betrug, bei dem Präsident Joe Biden nachgeahmt wurde.
Bei diesem Betrug wurde künstliche Intelligenz eingesetzt, um eine gefälschte Stimme von Biden zu erzeugen, die dann über Robocalls verbreitet wurde, um Wähler davon abzuhalten, bei den Vorwahlen im Januar in New Hampshire ihre Stimme abzugeben.
Geldstrafe geht über eine bloße Strafmaßnahme hinaus
Laut der FCC geht die Geldstrafe über eine bloße Strafmaßnahme hinaus; sie ist auch ein Schritt, um Telekommunikationsunternehmen für den Inhalt verantwortlich zu machen, der über ihre Netzwerke verbreitet wird. Zusätzlich zur finanziellen Sanktion hat die FCC Lingo Telecom angewiesen, einen „historischen Compliance-Plan“ zu implementieren. Dieser Plan umfasst die strikte Einhaltung der Authentifizierungsregeln für Anrufer-IDs, die entwickelt wurden, um Betrug und Täuschung, wie in diesem Fall, zu verhindern.
Darüber hinaus muss Lingo Telecom den Grundsätzen „Kenne deinen Kunden“ und „Kenne deinen Upstream-Provider“ folgen, um Telefonunternehmen in die Lage zu versetzen, den Telefonverkehr effektiv zu überwachen und sicherzustellen, dass alle Anrufe ordnungsgemäß verifiziert werden.
Störung der Vorwahlen in New Hampshire
Die Robocalls, die von dem politischen Berater Steve Kramer koordiniert wurden, waren Teil eines breiteren Versuchs, die Vorwahlen in New Hampshire zu stören. Mit Hilfe von KI-Technologie wurde eine überzeugende Imitation von Bidens Stimme erstellt, um Wähler zu manipulieren und einzuschüchtern, wodurch der demokratische Prozess untergraben wurde.
Kramer wurde am 23. Mai wegen seiner Rolle bei diesen Robocalls angeklagt. Er arbeitete damals für den rivalisierenden Kandidaten Dean Phillips und wurde beschuldigt, sich während der demokratischen Vorwahlen in New Hampshire als ein teilnehmender Kandidat ausgegeben zu haben.
Der Einsatz von Deepfake-Technologie in diesem Betrug ist besonders beunruhigend und markiert eine neue und alarmierende Entwicklung im Kampf gegen Desinformation. Deepfakes, bei denen KI eingesetzt wird, um äußerst realistische, aber betrügerische Audio- oder Videoaufnahmen zu erstellen, stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Integrität demokratischer Prozesse dar.
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