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Die jüngsten Rückgänge auf dem Kryptomarkt haben institutionelle Investoren nicht abgeschreckt. Im Gegenteil: 73 % planen, ihre Kryptopositionen bis 2026 auszubauen und 74 % erwarten in den nächsten zwölf Monaten steigende Preise. Dies geht aus einer Umfrage von Coinbase und EY-Parthenon unter 351 institutionellen Investoren hervor.
Eine bemerkenswerte Verschiebung: Etwa zwei Drittel der Befragten entscheiden sich mittlerweile für regulierte Anlageprodukte wie ETFs und ETPs, um in Krypto zu investieren. Dies stellt eine deutliche Veränderung im Vergleich zu den vergangenen Jahren dar, als institutionelle Akteure oft direkt über Börsen handelten.
Das wachsende Vertrauen in regulierte Produkte ist auf verbesserte Regulierungen zurückzuführen. Dennoch geben mehr als drei Viertel der Investoren an, dass noch mehr Klarheit erforderlich ist, insbesondere hinsichtlich der rechtlichen Klassifizierung digitaler Vermögenswerte. Die von der SEC in dieser Woche veröffentlichte Token-Taxonomie kommt da genau zur rechten Zeit.
Die Marktschwankungen haben zwar Auswirkungen, aber anders als man vielleicht erwartet. Anstatt zu verkaufen, passen institutionelle Investoren ihre Strategien an. Fast die Hälfte gibt an, mehr Wert auf Risikomanagement, Liquidität und Positionsgrößen zu legen.
Es ist das gleiche Muster, das Bitwise-CIO Matt Hougan Anfang dieser Woche beschrieben hat: Profi-Investoren, die Bitcoin kaufen, tun das nicht halbherzig. Sie sind tief überzeugt und verkaufen nicht beim ersten Dämpfer. Die Daten von Coinbase und EY-Parthenon bestätigen dieses Bild.
Vielleicht die auffälligste Zahl: 85 % der institutionellen Investoren nutzen Stablecoins bereits oder planen dies. Sie werden vor allem für Zahlungen und das interne Cash-Management eingesetzt, genau die Anwendungen, bei denen Stablecoins im Vergleich zu traditionellen Systemen ihre Vorteile ausspielen.
Es wird erwartet, dass Gesetze die Einführung weiter beschleunigen. 83 % der Befragten glauben, dass die Verabschiedung des GENIUS Act, des derzeit im Senat befindlichen US-Stablecoin-Gesetzes, das Engagement bei Stablecoins erhöhen wird.
Auch das Interesse an Tokenisierung wächst. 63 % der institutionellen Investoren zeigen Interesse an der digitalen Handelbarkeit traditioneller Vermögenswerte wie Immobilien und Anleihen über die Blockchain. 61 % erwarten, dass Tokenisierung in den kommenden Jahren einen großen Einfluss auf den Finanzsektor haben wird.
Dies passt ins größere Bild: Institutionelle Akteure sehen Krypto nicht länger als spekulative Randerscheinung, sondern als grundlegende Veränderung, wie Finanzmärkte funktionieren. Die Rückgänge der vergangenen Wochen haben dieses Bild nicht verändert, nur die Art, wie sie investieren.
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