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US-Futures notieren am Sonntagabend höher, nachdem die Wall Street eine starke Woche hinter sich hat. Der Dow Jones markierte in der Vorwoche neue Rekorde und nähert sich inzwischen der Marke von 53.000 Punkten.

Futures auf den Dow legten um 0,02 Prozent zu, während S&P-500-Futures um 0,32 Prozent stiegen. Nasdaq-100-Futures gewannen knapp 0,88 Prozent.
Damit scheint der Markt an die positive Tendenz der Vorwoche anzuknüpfen. Bemerkenswert ist das vor allem, weil Chipwerte, der wichtigste Treiber der Rally zu Jahresbeginn, derzeit unter Druck stehen.
Der Dow stieg in der vergangenen Woche um knapp 2 Prozent. Der S&P 500 gewann 1,8 Prozent, der Nasdaq legte um 2,1 Prozent zu.
Das ist bemerkenswert, weil der Chipsektor erneut eine schwache Woche verzeichnete. Der VanEck Semiconductor ETF verlor 3,2 Prozent und verbuchte damit die zweite Verlustwoche in Folge.

Normalerweise wäre Schwäche bei Chipwerten ein ernstes Problem für den breiten Markt. Halbleiter waren in diesem Jahr schließlich das Zentrum der KI-Rally.
Der Schaden blieb dennoch begrenzt. Nach Einschätzung von Mark Newton von Fundstrat ist das ein positives Signal. Finanzwerte, Gesundheits- und Industriewerte erreichten neue Wochenhochs und glichen die Schwäche bei Chipwerten aus.
Geld fließt nicht in großem Stil aus Aktien ab, sondern wird von überhitzten KI-Gewinnern in andere Marktsegmente umgeschichtet.
Newton hält sogar einen Anstieg des S&P 500 bis Mitte August in Richtung 8.000 Punkte für möglich. Ausgehend vom Schlussstand der vergangenen Woche bei rund 7.483 Punkten entspräche das einem weiteren Aufwärtspotenzial von etwa 7 Prozent.
Dieses Szenario setzt allerdings voraus, dass sich die Rally weiter verbreitert. Erholen sich nur die Chipwerte, bleibt der Markt anfällig. Wenn Finanzwerte, Industrie, Gesundheitssektor und andere Bereiche weiter mitziehen, wird der Bullenmarkt robuster.
In Asien zeigte sich ein gemischtes Bild. Japanische Aktien tendierten uneinheitlich, Südkorea stand unter Druck, chinesische Märkte eröffneten leicht höher.
Der japanische Yen bleibt derweil bei rund 161,5 je Dollar schwach, nachdem die Währung in der vergangenen Woche den tiefsten Stand seit 40 Jahren erreicht hatte.
Das bleibt ein Risiko für die Märkte, weil ein plötzlicher Eingriff Japans, etwa in Form einer Zinserhöhung, erneut Volatilität auslösen könnte.
In dieser Woche richtet sich der Blick der Märkte vor allem auf die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank im Juni. Es war die erste Sitzung unter der Leitung von Kevin Warsh.
Anleger wollen wissen, wie breit die Unterstützung innerhalb der Fed für einen strafferen Kurs ist. Vorerst bleibt das Bild positiv. Der Chipsektor schwächelt, doch der übrige Markt fängt die Verluste auf.
Genau das gilt als Merkmal eines gesunden Bullenmarkts.
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