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Ethereum (ETH) ist heute fast genauso viel wert wie vor fünf Jahren, was bei Investoren für lange Gesichter sorgt. Laut der britischen Großbank Standard Chartered sagt die schwache Performance jedoch nichts über die tatsächliche Stärke des Ethereum-Netzwerks aus, das unter der Oberfläche immer stabiler wird.
Geoffrey Kendrick, Leiter der Forschung für digitale Vermögenswerte bei Standard Chartered, zieht in einer Notiz eine bemerkenswerte Parallele zu Amazon. Er verweist auf Gründer Jeff Bezos, der 2001 den Absturz der Aktie seines Unternehmens von 113 auf 6 Dollar während des Dotcom-Crashs erlebte.
Ende der 90er Jahre war Amazon eines der großen Namen der Internetrevolution. Das Unternehmen begann als Online-Buchladen, erweiterte sein Sortiment und Investoren träumten laut von der Weltherrschaft. Der Kurs schoss aufgrund dieser hohen Erwartungen in die Höhe, obwohl Amazon noch keine Gewinne machte.
Als die Dotcom-Blase im Jahr 2000 platzte, brachen nahezu alle Internetaktien ein. Investoren hatten jahrelang blind in alles mit einem „.com“ investiert und verkauften nun massenhaft. Dutzende Konkurrenten von Amazon gingen pleite, und der Markt schrieb auch Bezos ab.
Doch hinter den Kulissen baute Amazon weiter an seiner Infrastruktur. Die Kundenzahl stieg, der Umsatz wuchs und Bezos investierte kräftig in Lager und Logistik. Später kamen noch der Clouddienst AWS und der Kindle hinzu. Seitdem ist die Aktie etwa 1.000-fach im Wert gestiegen.
Laut Kendrick wiederholt sich dieses Szenario nun bei Ethereum. Der Kurs schwächelt, aber das Netzwerk läuft auf Hochtouren.
„ETH wird die internen Zahlen einholen, es ist nur eine Frage der Zeit“, schrieb er. Kendrick hält daher an seinem Kursziel von Februar fest: 4.000 Dollar für Ethereum bis Ende dieses Jahres und 40.000 Dollar bis Ende 2030. Aktuell liegt der ETH-Kurs bei rund 2.000 Dollar.
Während der Ethereum-Kurs seit Jahren stagniert, gewinnt das darunterliegende Netzwerk immer mehr ernsthafte Anwendungen. Die Anzahl der Transaktionen auf Ethereum nähert sich Rekordhöhen an, und dasselbe gilt für den Wert, der in den Apps auf der Blockchain gebunden ist.
Standard Chartered sieht zwei große Wachstumstreiber. Die Bank erwartet, dass der Stablecoin-Markt bis Ende 2028 um das Sechsfache wächst. Zudem rechnet die Bank mit einem fünfzigfachen Wachstum bei tokenisierten Vermögenswerten. Laut Standard Chartered laufen 50 bis 65 Prozent beider Märkte über Ethereum.
Diese beiden Kategorien machen bereits mehr als die Hälfte des Werts im Netzwerk aus. Es gibt eine beeindruckende Liste von Namen, die bereits mit Ethereum arbeiten. Was halten Sie von BlackRock, Fidelity und JPMorgan mit eigenen tokenisierten Geldmarktfonds oder Visa und Mastercard, die die Infrastruktur für Stablecoin-Zahlungen nutzen.
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