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SpaceX plant bei seinem Börsengang den Verkauf von 555,6 Millionen Aktien zu einem festen Preis von 135 Dollar pro Stück. Damit könnte das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk rund 75 Milliarden Dollar einnehmen und strebt eine Bewertung von mindestens 1,75 Billionen Dollar an, berichtet Reuters unter Berufung auf Insider. Sollte der Plan umgesetzt werden, wäre es der größte Börsengang aller Zeiten.

Auffällig ist, dass SpaceX von der üblichen Vorgehensweise an der Wall Street abweicht. Unternehmen präsentieren normalerweise zunächst eine indikative Preisspanne für Investoren und legen erst später den endgültigen Ausgabepreis fest. SpaceX überspringt diesen Schritt und entscheidet sich direkt für einen festen Preis von 135 Dollar pro Aktie.

Größter Börsengang der Geschichte

Der Börsengang von SpaceX beschäftigt Investoren weltweit bereits seit Monaten. Das Raumfahrtunternehmen reichte im März vertraulich die ersten Dokumente bei den Aufsichtsbehörden ein und veröffentlichte im vergangenen Monat einen öffentlichen Antrag. Damit scheint der Weg an die Wall Street schneller zu verlaufen, als viele Analysten erwartet hatten.

Wenn SpaceX tatsächlich 75 Milliarden Dollar einnimmt, schreibt das Unternehmen Geschichte. Damit würde der Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 bei weitem übertroffen. Der saudische Ölkonzern sammelte damals 29,4 Milliarden Dollar bei seinem Börsendebüt ein.

Die Ambitionen von Elon Musk reichen jedoch über einen Rekorderlös hinaus. SpaceX strebt eine Bewertung von mindestens 1,75 Billionen Dollar an, womit es auf einen Schlag zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt gehören würde.

Diese Bewertung wirft jedoch Fragen auf. Trotz des schnellen Wachstums schreibt SpaceX noch keine Gewinne. Analysten zufolge zahlen Investoren vor allem für die Erwartung, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren eine dominierende Position in der Raumfahrtindustrie einnehmen wird.

„Aus Bewertungssicht ist das sicherlich nicht günstig“, sagt Fabien Yip, Marktanalyst bei IG International. „Investoren kaufen vor allem die Hoffnung auf das explosive Wachstum des Unternehmens in der Zukunft.“

Kann SpaceX die hohe Bewertung rechtfertigen?

Doch nicht alle sind überzeugt, dass Investoren bereit sind, die angestrebte Bewertung von 1,75 Billionen Dollar zu akzeptieren. Einige Analysten sind der Meinung, dass die Erwartungen weit über die aktuellen Ergebnisse des Unternehmens hinausgehen.

„Es könnte eine Herausforderung sein, die Bewertung zu erreichen, die sie anstreben, selbst mit sehr großzügigen Multiplikatoren“, sagt Vey-Sern Ling von Union Bancaire Privée. „Aber das derzeitige Klima ist günstig für alles, was mit Technologie zu tun hat, und der Markt hat Elon Musk immer den Vorteil des Zweifels eingeräumt.“

Der Börsengang erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Interesse an Technologieunternehmen enorm groß ist. Investoren pumpen massenhaft Geld in Unternehmen, die von der KI-Rally profitieren, was die Stimmung rund um neue Börsengänge weiter anheizt.

Auch andere große Namen bereiten sich auf einen möglichen Börsengang vor. So arbeiten OpenAI und Anthropic an eigenen Plänen, während Alphabet in dieser Woche eine Aktienausgabe von 80 Milliarden Dollar ankündigte. Vor diesem Hintergrund scheint das Timing für SpaceX kaum besser sein zu können.

SpaceX entscheidet sich für Nasdaq und übt Druck auf Banken aus

Gemäß der Planung stellt SpaceX am Mittwoch die endgültigen Bedingungen des Börsengangs vor. Einen Tag später beginnt die Roadshow für Investoren, wonach der Aktienpreis möglicherweise bereits am 11. Juni festgelegt wird.

Erwartet wird, dass das Raumfahrtunternehmen eine doppelte Notierung an der Nasdaq und der Nasdaq Texas unter dem Ticker SPCX erhält. Große Namen wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase begleiten den Börsengang.

Auffällig ist, dass SpaceX versucht, die Kosten des Börsengangs so niedrig wie möglich zu halten. Das Unternehmen verhandelt über außergewöhnlich niedrige Gebühren für die beteiligten Banken. Dennoch werden die Finanzinstitute voraussichtlich gemeinsam noch immer etwa 500 Millionen Dollar an dem Rekordgeschäft verdienen.

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