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Anleger versuchen alles, um bereits vor dem Börsengang von SpaceX Zugang zum Raumfahrtunternehmen von Elon Musk zu erhalten. Seit Mitte Dezember flossen laut Morningstar-Daten 14 Milliarden Dollar in drei Investmentfonds und vier ETFs, die bereits Anteile an SpaceX halten.
Das ist bemerkenswert, da SpaceX noch nicht börsennotiert ist. Dennoch versuchen Anleger auf Umwegen, an dem voraussichtlich größten Börsengang aller Zeiten teilzunehmen.
Insbesondere Fonds, die bereits SpaceX-Aktien besitzen, profitieren. Der Scottish Mortgage Investment Trust hat fast 18 Prozent seines Portfolios in SpaceX und wurde jahrelang mit einem Abschlag gegenüber dem inneren Wert gehandelt. Inzwischen notiert der Fonds jedoch mit einem Aufschlag von etwa 7 Prozent.
Auch Edinburgh Worldwide und Baillie Gifford US Growth, die ebenfalls große Anteile an SpaceX haben, sind dieses Jahr zu einem Aufschlag gestiegen. Anleger zahlen also mehr als den offiziellen Wert der Anlagen, nur um indirekt Zugang zu SpaceX zu erhalten.
Auch ETF-Anbieter sehen ihre Gelegenheit. Es wurden bereits Anträge für mindestens 14 neue ETFs eingereicht, die nach dem Börsengang Exposure zu SpaceX bieten sollen. Manche Produkte wollen sogar mit Hebel, inverser Positionierung oder Optionsstrategien arbeiten.
Laut Morningstar scheint die ETF-Industrie damit vor allem zu versuchen, so schnell wie möglich Produkte zu einem populären Thema anzubieten. Die Frage ist, ob diese Produkte wirklich vorteilhaft für langfristige Anleger sind oder vor allem auf den Hype setzen.
Letzteres birgt ein großes Risiko. Bei populären Börsengängen sehen wir oft, dass neue Produkte genau dann erscheinen, wenn die Begeisterung ihren Höhepunkt erreicht.
SpaceX ist mehr als nur ein Raketenunternehmen. In den IPO-Dokumenten entwirft das Unternehmen eine Zukunft mit Satelliten, KI, Asteroidenbergbau und sogar Passagierflügen zum Mond und Mars.
Damit trifft SpaceX genau die Themen, die Anleger derzeit begeistern: KI, Raumfahrt, Infrastruktur, Technologie und Elon Musk. Für viele Investoren ist die Geschichte nahezu unwiderstehlich.
Dennoch warnen einige professionelle Anleger, dass solches Verhalten ein Warnsignal ist. Wenn Anleger ohne viel Rücksicht auf den Preis massenhaft auf ein Thema setzen, nimmt der Markt Blasencharakter an.
Auch Aktien, die als SpaceX-Proxy angesehen werden, sind stark gestiegen. Redwire, Filtronic und Sphere profitierten von der Suche nach börsennotierten Unternehmen mit einer Verbindung zu SpaceX. EchoStar, das Spektrum an SpaceX im Austausch für eine Kapitalbeteiligung verkaufte, stieg sogar um mehrere Hundert Prozent.

Das erinnert an frühere Perioden, in denen Anleger massenhaft einer Geschichte folgten. Denken Sie an 2021, als eine Welle von Börsengängen und SPACs einer deutlichen Korrektur im Jahr 2022 vorausging.
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