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Laut einem Bericht von Cornerstone Research ist die Anzahl der krypto-bezogenen Klagen durch die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) im Jahr 2024 um 30 % gesunken. Unter dem ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler leitete die Aufsichtsbehörde im letzten Jahr 33 Durchsetzungsmaßnahmen ein, gegenüber 47 im Jahr 2023, einem Rekordjahr für die Krypto-Durchsetzung.
Obwohl die Zahl der Klagen zurückging, stiegen die verhängten Bußgelder im Jahr 2024 auf einen Rekordwert von fast 5 Milliarden US-Dollar. Dieser Betrag wurde maßgeblich durch die Einigung von 4,5 Milliarden US-Dollar mit Terraform Labs beeinflusst. Insgesamt wurden 90 Angeklagte in krypto-bezogenen Fällen verfolgt, darunter 57 Einzelpersonen und 33 Unternehmen.
Die Anzahl der Verwaltungsverfahren nahm ebenfalls ab, mit einem Rückgang von mehr als 50 %. Dies zeigt eine Veränderung im Ansatz der SEC, bei dem die Zahl der Fälle abnimmt, aber die finanzielle Auswirkung größer wird.
Bemerkenswert ist, dass mehr als die Hälfte der SEC-Durchsetzungsmaßnahmen im Jahr 2024 im September und Oktober stattfanden, kurz vor den US-Wahlen. Nach November wurden nur vier neue Fälle eingeleitet. Dies könnte auf ein strategisches Timing der Aufsichtsbehörde hinweisen, um vor den Wahlen strenger vorzugehen.
Die meisten Anklagen betrafen Betrug (73 % der Fälle) und das Anbieten von unregistrierten Wertpapieren (58 %). Außerdem gab es einen Anstieg bei Maßnahmen gegen Marktmanipulation und das Nichtregistrieren als Wertpapiermakler.
Unter Gary Gensler, der 2021 von Präsident Joe Biden ernannt wurde, führte die SEC fast 80 % mehr Durchsetzungsmaßnahmen im Krypto-Bereich durch als unter seinem Vorgänger Jay Clayton (2017-2020). Seit 2013 hat die SEC insgesamt 207 krypto-bezogene Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen, von denen 47 % Initial Coin Offerings (ICOs) und Non-Fungible Tokens (NFTs) betrafen. Gensler trat am 20. Januar 2025 als SEC-Vorsitzender zurück, kurz bevor Donald Trump erneut Präsident wurde.
Unter der Leitung von Trumps interimistischem Vorsitzenden Mark Uyeda scheint die SEC einen weniger strengen Kurs einzuschlagen. Am 23. Januar wurde das umstrittene Staff Accounting Bulletin 121 aufgehoben. Diese Regelung verpflichtete Banken und Finanzinstitute, Krypto-Vermögenswerte als Verbindlichkeiten in ihren Bilanzen zu führen.
Dieser Beschluss könnte ein erstes Signal dafür sein, dass die SEC unter Trump eine flexiblere Politik gegenüber der Krypto-Industrie verfolgen wird. Trump hat sich wiederholt als pro-Krypto ausgesprochen. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, in welche Richtung die SEC unter der neuen Regierung steuern wird und was dies für die Regulierung von Krypto in den Vereinigten Staaten bedeutet.
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