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Noch vor ein paar Jahren war es kaum vorstellbar, dass sich Regierungen mit Bitcoin (BTC) beschäftigen – inzwischen arbeiten immer mehr Länder daran, Bitcoin in die Staatskasse zu holen. Nun fordern zwei Abgeordnete der Schwedendemokraten eine nationale Bitcoin-Reserve.
In einem Antrag an das Parlament argumentieren Dennis Dioukarev und David Perez, Schweden solle ernsthaft erwägen, Bitcoin neben Gold und Devisen in die Staatsreserven aufzunehmen. Sie warnen, dass Länder wie die Vereinigten Staaten bereits eine nationale Krypto-Reserve aufbauen – Schweden dürfe hier nicht zurückfallen.
“Schweden muss an diesem digitalen Wettrüsten teilnehmen und sich der wachsenden Gruppe von Ländern anschließen, die das Potenzial von Bitcoin erkennen,” schreiben Dennis Dioukarev und David Perez in ihrem Antrag an das Parlament.
Sie warnen, dass Länder wie die Vereinigten Staaten bereits ihre eigenen digitalen Reserven aufbauen, und halten es für unerlässlich, dass Schweden nicht hinterherhinkt.
Wie in den USA soll die Reserve aus beschlagnahmten Bitcoins bestehen. Die USA halten knapp 200.000 Bitcoins (im Wert von über 23 Milliarden Dollar), die Präsident Donald Trump Anfang dieses Jahres der Staatskasse zugeführt hat.
Unklar ist, wie viele Bitcoins Schweden beschlagnahmt hat; diese Coins gelten derzeit jedenfalls nicht als offizielles Staatseigentum.
Derzeit verwaltet der Staat von den Behörden eingezogene Coins nur vorübergehend. Häufig werden sie später versteigert oder verkauft. Würden sie Teil der Reserven, blieben sie im Tresor.
Nach Ansicht von Dioukarev und Perez sind die aktuellen Reserven zu anfällig für “politische, geopolitische und wirtschaftliche Risiken”. Bitcoin sei hingegen unabhängig von der Geldpolitik einzelner Staaten oder Volkswirtschaften und sorge so für zusätzliche Diversifikation.
Am 15. Oktober berät der Finanzausschuss, ob Schweden tatsächlich eine nationale Bitcoin-Reserve einrichten wird.
Bemerkenswert ist, dass die Politiker im selben Antrag gegen die Einführung einer von der Zentralbank ausgegebenen digitalen Währung (CBDC) plädieren. Das Gesetz über die Riksbank solle ihrer Ansicht nach unangetastet bleiben, damit klar ist, dass Schweden keine digitale Krone einführen wird.
Gleichzeitig sehen sie Bitcoin als Beleg dafür, dass Schweden sehr wohl offen für digitale Innovation ist. “Bitcoin ist derzeit der sechstgrößte Vermögenswert der Welt, größer als Tesla, Meta und Amazon,” schreiben sie. “Dennoch steht Bitcoin erst am Anfang seiner ökonomischen Rolle.”
Weltweit fordern immer mehr Politiker, dass ihr Land Bitcoin umarmt. In den Vereinigten Staaten haben mehrere Bundesstaaten bereits Gesetze für eine eigene Bitcoin-Reserve verabschiedet, und auch in Europa gehen immer mehr Länder erste Schritte. Selbst in den Niederlanden wagte Thierry Baudet von Forum voor Democratie einen Versuch mit einem Antrag für eine nationale Reserve, doch der Vorstoß wurde klar abgelehnt.
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