Während sich Anleger wegen möglicher US-Handelszölle Sorgen machen, nutzt Michael Saylors Unternehmen Strategy seine Chance. Das ehemalige MicroStrategy kaufte am 31. März 22.048 Bitcoin (BTC) im Wert von 1,92 Milliarden US-Dollar zu einem durchschnittlichen Preis von 86.969 US-Dollar pro Stück.
Über eine halbe Million Bitcoin
Mit dem jüngsten Kauf festigt Strategy seine Position als größter unternehmerischer Bitcoin-Halter der Welt. Das Unternehmen besitzt nun über 528.000 Bitcoin, die insgesamt 35,63 Milliarden US-Dollar gekostet haben. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 67.458 US-Dollar pro BTC.
Basierend auf dem aktuellen Preis von etwa 83.127 US-Dollar pro Bitcoin steht das Unternehmen mit einem nicht realisierten Gewinn von über 7,7 Milliarden US-Dollar da – ein Anstieg von mehr als 21 % gegenüber dem gesamten Einstiegspreis.
Gesamter Bitcoin-Bestand von Strategy, historische Grafik. Quelle: Saylortracker
Das Timing ist auffällig. Am 2. April wird eine neue Zollpolitik von Präsident Trump erwartet, möglicherweise mit Gegenmaßnahmen gegen wichtige Handelspartner der USA. Dies könnte Inflationsängste schüren und das Interesse an risikoreichen Anlagen vorübergehend dämpfen.
Doch Akteure wie DWF Labs sehen das anders. Laut Managing Partner Andrei Grachev ist die jüngste Verkaufswelle kein Zeichen für ein Ende des Bullenmarkts, sondern vielmehr eine gesunde Korrektur. Die fundamentalen Treiber hinter Bitcoin seien seiner Meinung nach weiterhin intakt.
Mögliche Steuerlast auf Gewinne
Obwohl Strategy noch nie einen Bitcoin verkauft hat, droht eine Steuerbelastung. Durch die sogenannte „Corporate Alternative Minimum Tax“ aus dem Inflation Reduction Act von 2022 müsste das Unternehmen Steuern auf Buchgewinne zahlen.
Es handelt sich um einen effektiven Steuersatz von 15 %, basierend auf einer angepassten Gewinnberechnung. Theoretisch könnte dies Steuerverpflichtungen in Milliardenhöhe bedeuten. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass unter einer zweiten Amtszeit Trumps – der sich krypto-freundlich zeigt – Ausnahmen in Betracht gezogen werden.
Während sich Anleger von Schlagzeilen und Nervosität leiten lassen, setzt Strategy auf Konsequenz. Saylor handelt, als ob er dem Markt zehn Züge voraus ist. Während andere auf Klarheit warten, baut er beharrlich an einer Position, die immer schwerer zu ignorieren ist.
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