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Nvidia hat den drei größten Speicherherstellern der Welt grünes Licht gegeben, ihre neuesten Chips für die nächste Generation von KI-Systemen zu liefern. Vorstandschef Jensen Huang bestätigte, dass Samsung Electronics, SK Hynix und Micron Technology alle als Lieferanten zugelassen wurden.
Es handelt sich um HBM4-Speicher, einen entscheidenden Bestandteil von Vera Rubin, der neuen KI-Plattform von Nvidia. Diese extrem schnellen Speicherchips spielen eine Schlüsselrolle bei der Verarbeitung der enormen Datenmengen, die fortschrittliche KI-Modelle erfordern.
Für Samsung, SK Hynix und Micron steht viel auf dem Spiel. Die drei Unternehmen dominieren nahezu den gesamten Markt für HBM-Speicher und kämpfen um einen möglichst großen Anteil an einem der lukrativsten KI-Aufträge der kommenden Jahre.
Laut Huang herrscht ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den drei Chip-Giganten. „Alle drei Lieferanten sind genehmigt“, sagte er Reportern bei seiner Ankunft in Seoul. „Sie produzieren mittlerweile alle in großem Maßstab und konkurrieren darum, Vera Rubin mit Speicherchips auszustatten.“
Bei diesem Wettstreit geht es um eines der wichtigsten Produkte von Nvidia in den kommenden Jahren. Vera Rubin, die neue KI-Plattform des Unternehmens, steht kurz vor der Markteinführung. Die ersten Auslieferungen sind für das dritte Quartal dieses Jahres geplant, wie Huang Anfang dieser Woche auf der Computex-Messe in Taiwan mitteilte.
Die Systeme sind für die anspruchsvollsten KI-Anwendungen ausgelegt und verfügen über eine enorme Rechenleistung. Jedes Server-Cluster kombiniert Nvidias neue Vera-Prozessoren und Rubin-Grafikchips mit mehreren Terabyte HBM4-Speicher. Gerade dieser ultraschnelle Speicher ist entscheidend, um die immer größeren KI-Modelle effizient trainieren und betreiben zu können.
Und genau diese Speicherchips sind das Problem. Während die Aufmerksamkeit oft auf die leistungsstarken KI-Chips von Nvidia gerichtet ist, entwickelt sich HBM-Speicher zu einer der knappsten und komplexesten Komponenten der gesamten KI-Branche. Ohne diese Speicherchips können die neuesten KI-Systeme schlichtweg nicht mit voller Leistung laufen.
Diese Sorge ist in der Branche weit verbreitet. Arm-Chef Rene Haas warnte diese Woche, dass die Nachfrage nach fortschrittlichem Speicher weiterhin explosionsartig steigt. Damit schließt er sich früheren Aussagen des Chip-Herstellers TSMC an, der erwartet, dass die Engpässe in der KI-Zulieferkette noch Jahre andauern könnten.
Das erklärt auch, warum Nvidia seine südkoreanischen Partner immer nachdrücklicher einbindet. Während der Computex in Taipeh organisierte Huang diese Woche ein exklusives Abendessen unter anderem mit dem Vorsitzenden der SK Group, Chey Tae-won, und dem SK-Hynix-Chef Kwak Noh-jung. Es war eine bemerkenswerte Geste gegenüber Unternehmen, die für Nvidias KI-Ambitionen mittlerweile unverzichtbar geworden sind. Im Wettlauf um immer leistungsfähigere KI-Systeme sind nicht nur die Chips wichtig, sondern vor allem auch der Speicher, der sie am Laufen hält.
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