Sam Bankman-Fried, der ehemalige CEO von FTX, wurde Berichten zufolge in eine Isolationszelle im Metropolitan Detention Center in Brooklyn gebracht. Dies geschah, nachdem ein Interview mit ihm, das von Tucker Carlson geführt wurde, ohne Genehmigung der Gefängnisbehörden ausgestrahlt wurde.
Interview ohne Genehmigung der Gefängnisbehörden
Ein Vertreter des US Bureau of Prisons bestätigte am Freitag gegenüber der New York Times, dass Bankman-Fried keine Genehmigung für das Interview erhalten hatte. US-amerikanische Gefängnisse haben strikte Regeln in Bezug auf externe Kommunikation und Medienkontakte. Verstöße dagegen können zu disziplinarischen Maßnahmen führen, wie etwa der Platzierung in einer Isolationszelle.
Das Interview wurde am 6. März auf dem YouTube-Kanal von Tucker Carlson veröffentlicht und zog innerhalb kurzer Zeit viel Aufmerksamkeit auf sich. Das Video wurde bereits mehr als 730.000 Mal angesehen.
Während des Gesprächs mit Carlson sprach Bankman-Fried über sein Leben im Gefängnis, die Bedingungen seit seiner Verurteilung und die Regulierung von Krypto in den USA. Trotz seiner Verurteilung wegen Betrugs und Verschwörung im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Krypto-Börse FTX betonte er, dass er sich selbst nicht als Verbrecher sehe.
Spekulationen über mögliche Begnadigung durch Trump
Obwohl Carlson ihn nicht direkt fragte, ob er auf eine Präsidentschafts-Begnadigung von Donald Trump hoffe, schien Bankman-Fried sich bestimmten republikanischen Standpunkten gegenüber offen zu zeigen. Dies führte in der Krypto-Community zu Spekulationen, dass er möglicherweise auf eine Begnadigung durch Trump hofft.
Laut der Krypto-Prognoseplattform Polymarket haben sich die Chancen auf eine Begnadigung für SBF seit der Veröffentlichung des Interviews fast verdoppelt. Dies erinnert an Januar 2025, als Trump Ross Ulbricht, den Gründer des Darknet-Marktplatzes Silk Road, begnadigte.
Unterdessen haben die Anwälte von Bankman-Fried im September 2024 Berufung gegen seine Verurteilung und die verhängte 25-jährige Haftstrafe eingelegt. In einem 102 Seiten langen Schreiben stellen sie fest, dass SBF niemals als unschuldig betrachtet wurde und dass sowohl die öffentliche Meinung als auch der juristische Druck einen großen Einfluss auf den Prozess hatten.
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