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Arbitrum (ARB) ist plötzlich einer der auffälligsten Werte am Kryptomarkt. Das Ethereum-Projekt legte innerhalb von zwei Tagen um mehr als 21 Prozent zu. Auslöser ist das neue Blockchain-Netzwerk der Anlage-App Robinhood. Dort ist eine regelrechte Memecoin-Manie ausgebrochen, von der Arbitrum unmittelbar profitiert.

Arbitrum hat noch einen sehr langen Weg vor sich

Arbitrum stieg gestern um fast 14 Prozent und legt heute weitere 5,64 Prozent zu. Damit erreichte der Kurs den höchsten Stand seit dem 4. Juni.

Arbitrum legt den zweiten Tag in Folge zu und erreicht den höchsten Kurs seit mehr als einem Monat. – Quelle: TradingView

Der Coin lässt Bitcoin (BTC) damit deutlich hinter sich. Auch große Altcoins wie Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und Solana (SOL) können nicht mithalten.

Wer den Chart jedoch weiter herauszoomt, sieht schnell, wie stark sich der Anstieg relativiert. Der Kurs liegt mehr als 80 Prozent unter dem Niveau des vergangenen Sommers und ist seit dem Hoch im Januar 2024 um ganze 96 Prozent eingebrochen.

Arbitrum tendiert seit Jahren fast durchgehend abwärts (Wochenchart). – Quelle: TradingView

Für Aktien gebaut, von Memecoins gekapert

Arbitrum ist ein sogenanntes Layer-2-Netzwerk, also ein Skalierungsnetzwerk auf Ethereum, das Transaktionen schneller und günstiger macht. Ethereum ist bei hoher Auslastung schnell überlastet und teuer, Arbitrum übernimmt einen Teil dieses Verkehrs.

Genau diese Technik nutzt Robinhood für seine eigene Blockchain. Robinhood Chain basiert auf Arbitrum und wurde vor einer Woche für die breite Öffentlichkeit freigeschaltet.

Der Start fiel beachtlich aus. Am Mittwoch wickelte das Netzwerk ein Handelsvolumen von mehr als 568 Millionen Dollar ab. Das ist ein neuer Rekord, mit dem sogar die äußerst beliebte Handelsplattform Hyperliquid übertroffen wurde.

Genau diese hohe Aktivität ist ein wichtiger Grund für den Kursanstieg. Von allen Aktivitäten auf Robinhood Chain fließen zehn Prozent der Nettoerlöse zurück in das Arbitrum-Ökosystem.

Das Geld geht in zwei Bereiche: die DAO-Treasury, also die gemeinsame Kasse des Projekts, und die Developer Guild, die Entwicklergruppe, die daran arbeitet. Mehr Handel im Netzwerk bedeutet damit auch höhere Einnahmen für Arbitrum.

Robinhood bezeichnet das Netzwerk als „schnell, sicher, KI-nativ und von Beginn an für reale Vermögenswerte konzipiert“. Gemeint sind unter anderem die sogenannten Stock Tokens, die ebenfalls vergangene Woche gestartet sind. Dabei handelt es sich um Blockchain-Token, die Aktien großer Unternehmen wie Nvidia und Apple abbilden.

Nutzer können diese Token handeln und in DeFi-Produkten einsetzen. In der Praxis stammt die Aktivität jedoch vor allem aus dem Handel mit Memecoins, also Krypto-Coins, deren Nachfrage stark vom Hype lebt.

Der größte Ausreißer ist CASHCAT, benannt nach einem früheren Maskottchen von Robinhood. Ein Händler investierte 838 Dollar und verkaufte anschließend Token im Wert von mehr als 900.000 Dollar. Das entspricht einer Rendite von grob dem 1.250-Fachen des Einsatzes.

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