Im November machte Robert Kiyosaki, der Autor von „Rich Dad Poor Dad“, eine kühne Prognose: Bitcoin (BTC) wird 2026 auf 250.000 US-Dollar steigen. Gold auf 27.000 US-Dollar, Silber auf 100 US-Dollar. Große Worte von einem Mann, der für seine extremen Aussagen bekannt ist. Doch die Realität sieht vorerst anders aus.
Bitcoin notiert aktuell bei etwa 68.000 US-Dollar, mehr als 45 % unter dem Rekordwert von 126.000 US-Dollar. Wie realistisch ist ein Kursziel von 250.000 US-Dollar noch?
Nur 10 % seiner Prognosen treffen zu
Kiyosaki macht seit Jahren gewagte Aussagen über die Finanzmärkte. Das Problem: Die meisten stimmen nicht. Einer Analyse seiner Prognosen seit 2022 zufolge lag er nur bei etwa 10 % richtig.
2024 behauptete er, dass Bitcoin bis August 350.000 US-Dollar erreichen würde. Der Kurs lag zu diesem Zeitpunkt bei etwa 57.000 US-Dollar. Es geschah nicht. Später im Jahr verschob er sein Ziel auf 175.000 bis 350.000 US-Dollar für 2025. Bitcoin erreichte im Oktober 2025 einen Höchststand von 126.000 US-Dollar und brach dann ein.
Er prognostizierte einen „gigantischen Börsencrash“ im Oktober 2021. Der blieb aus. Er warnte vor einem breiten Einbruch 2022. Die Märkte zeigten jedoch Widerstandskraft. Auch auf Widersprüche wird hingewiesen: In einer Woche nennt er Bitcoin überbewertet, in der nächsten fordert er zum Kauf auf.
Dennoch kauft er weiter
Trotz der Fehlprognosen bleibt Kiyosaki in einem konsequent: Er kauft weiter. Er gibt an, Bitcoin bereits zu besitzen, seit der Kurs bei 6.000 US-Dollar stand. Zudem besitzt er zwei Goldminen, Silber, Ethereum (ETH) und Solana (SOL).
Seine Logik ist einfach. Er glaubt, dass die US-Regierung den Dollar zerstört, indem sie unaufhörlich Geld druckt. Die Staatsverschuldung der USA bezeichnet er als untragbar. In dieser Welt seien Bitcoin, Gold und Silber seiner Meinung nach der einzige echte Schutz.
„Sparer sind Verlierer“, sagt Kiyosaki regelmäßig. Seiner Ansicht nach wird jeder Dollar, den man auf der Bank lässt, durch Inflation entwertet, während knappe Vermögenswerte wie Bitcoin an Wert gewinnen.
Was sagen andere?
Kiyosaki ist nicht der einzige mit extremen Kurszielen. Arthur Hayes, Mitbegründer von BitMEX, sprach dieses Jahr von einem Bitcoin-Kurs von 500.000 bis 750.000 US-Dollar. Cathie Wood von ARK Invest hält an ihrem Ziel von 1 Million US-Dollar bis 2030 fest. Und Standard Chartered nannte zuvor 300.000 US-Dollar als Ziel für Ende 2026.
Auf der anderen Seite gibt es Analysten, die glauben, dass der Höhepunkt bereits überschritten ist. Benjamin Cowen erwartet, dass der Bärenmarkt bis Oktober 2026 anhält und Bitcoin in diesem Jahr keine neuen Rekorde erreicht. Der Vierjahreszyklus funktioniere seiner Meinung nach weiterhin.
Kommt die 250.000 US-Dollar-Marke noch?
Um von den aktuellen 68.000 US-Dollar auf 250.000 US-Dollar zu steigen, müsste Bitcoin fast 270 % zulegen. Das ist im Kryptobereich nicht unmöglich, erfordert jedoch einen grundlegenden Wandel im aktuellen Marktstimmung.
Kiyosaki selbst bleibt unerschütterlich optimistisch. Vergangene Woche, mitten im Iran-Konflikt, schrieb er, dass Bitcoin kurz vor einer „Explosion“ stehe, nachdem Gold stark gestiegen war. Seiner Ansicht nach folgt Bitcoin immer auf Gold, wie in früheren Zeiten geopolitischer Spannungen.
Ob er diesmal Recht behält, wird der Rest des Jahres 2026 zeigen. Sein bisheriges Erfolgsbilanz mahnt zur Vorsicht, doch wer 2019 Bitcoin zu 6.000 US-Dollar kaufte und Kiyosaki folgte, verzeichnet heute mehr als 1.000 % Gewinn.
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