Der Silberpreis durchbricht Woche für Woche historische Marken. Im Fahrwasser dieser Rallye wagt Robert Kiyosaki eine markante Prognose. Demnach hat das Edelmetall noch erhebliches Potenzial – und jetzt sei der ideale Zeitpunkt zum Einstieg, bevor es zu spät ist. In einem Atemzug nennt der Bestsellerautor Ethereum als vergleichbare Chance.
Silberpreis auf 75 Dollar, so Kiyosaki
Nach Kiyosakis Ansicht steht Silber kurz davor, zu explodieren. In einem aktuellen Post auf X schrieb er: „Bitte kauft ein paar Silbermünzen, bevor die Silberrakete die Erde verlässt.“ Einen Tag später, nachdem der Silberpreis die Marke von 50 Dollar je Unze (rund 31 Gramm) durchbrach, fragte er sich, ob 75 Dollar der nächste Halt wird.
Seine Prognose kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Silber ein historisches Hoch erreicht. Das Edelmetall durchbrach am vergangenen Wochenende die psychologische Marke von 50 Dollar und steht inzwischen bei 51,50 Dollar je Unze. Das ist der höchste Stand aller Zeiten.

Seit Januar ist Silber um satte 74,4 Prozent gestiegen. Damit schlägt es Gold, das im selben Zeitraum um 55 Prozent zugelegt hat. Auch Gold erreichte heute ein neues Allzeithoch, mit einem Spitzenwert von fast 4.076 Dollar je Unze.
Warum laufen Edelmetalle so stark?
Der gewaltige Aufschwung bei Silber und Gold kommt nicht aus dem Nichts. Gold erlebt sein bestes Jahr seit den 1970er-Jahren. Seit Anfang 2023 hat sich der Preis sogar verdoppelt. In Euro und Dollar schlägt es damit Aktien, Immobilien und sogar Bitcoin (BTC).
Die Treiber des Anstiegs sind komplex und vielschichtig. Ein wichtiger Faktor scheint die extrem hohe Staatsverschuldung in Ländern wie den USA, Japan und Frankreich zu sein. Außerdem stocken Zentralbanken weltweit ihre Goldreserven auf, um sich gegen einen möglichen Vertrauensverlust in traditionelle Währungen abzusichern.
Diese Flucht in Gold hat auch breitere Folgen für andere knappe, greifbare Anlagen wie Silber. Auch Edelmetalle wie Palladium und Platin zeigen kräftige Anstiege, mit Zuwächsen von 63,2 bzw. 81,1 Prozent seit Jahresbeginn.
Ethereum auch ‚heiß‘
Kiyosaki nannte im selben Beitrag Ethereum (ETH) als weiteres „heißes“ Asset. Seine Aussage folgte auf ein nervöses Wochenende für die Digitalwährung. Nach Aussagen von Donald Trump über Importzölle auf China fiel die Währung um sechzehn Prozent auf ein Tief von 3.700 Dollar.
China gab nämlich bekannt, die Ausfuhr von siebzehn Seltenen Erden zu begrenzen, die für Technologie und Verteidigung entscheidend sind. Als Reaktion kündigte Trump ab dem 1. November hundertprozentige Zölle auf chinesische Produkte an. Die Unsicherheit setzte die Finanzmärkte unter Druck.
Ethereum erholte sich jedoch schnell. Der Kurs liegt inzwischen wieder über 4.000 Dollar und bewegt sich in Richtung 4.200 Dollar. Die Spannungen haben sich etwas gelegt, und der Markt scheint nicht zu glauben, dass die Importzölle tatsächlich eingeführt werden. Mehr dazu liest du in diesem Artikel.
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