Mitte Januar schien XRP einen neuen Aufschwung zu erleben. Die digitale Währung stieg in Richtung ihres höchsten Wertes seit sieben Jahren und erreichte sogar ihr Allzeithoch (ATH). Nach einer Phase seitlicher Bewegungen erleben wir heute jedoch einen deutlichen Rückgang. Was steckt dahinter?
Trump schweigt zu Krypto
Der erste Tag von Präsident Donald Trump ist vorbei. Während dieses ereignisreichen Tages setzte er mehrere politische Maßnahmen um, darunter den Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen. Zudem begnadigte er rund 1.500 Beteiligte am Sturm auf das Kapitol und änderte die Vorschriften zu Transgenderrechten, wodurch nur noch Männer und Frauen offiziell anerkannt werden und die Option „neutral“ wegfällt.
Auffällig ist jedoch, dass er sich zu einem Thema nicht äußerte: Kryptowährungen. Während seiner Wahlkampagne sprach Trump häufig über die Bedeutung von Krypto und versprach, die Vereinigten Staaten zur „Krypto-Hauptstadt“ der Welt zu machen. Er plante auch, Bitcoin (BTC) als strategische Reserve aufzunehmen. Bislang hat er jedoch keinerlei Maßnahmen in diese Richtung ergriffen, was sich stark auf den breiteren Kryptomarkt, einschließlich XRP, ausgewirkt hat.
Warum ist XRP stärker betroffen?
XRP ist stärker betroffen als viele andere Tokens, was auf die anhaltende Unsicherheit rund um Ripples Rechtsstreit mit der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC zurückzuführen ist. Die Hoffnung war, dass Trumps Politik zu einem positiven Ausgang beitragen könnte, beispielsweise durch eine vorzeitige Einigung. Ohne konkrete Maßnahmen bleiben Investoren jedoch vorsichtig, was den Kurs weiter belastet.
Trump-Memecoin bricht ein
Nicht nur XRP ist betroffen. Auch der Trump-Memecoin, der im Zusammenhang mit dem Präsidenten lanciert wurde, verzeichnete einen starken Rückgang. Nach einem beeindruckenden Höchststand von 73 US-Dollar brach der Kurs innerhalb eines Tages um fast 52 % ein.
Die Volatilität dieses Tokens bleibt extrem, da der Wert stark vom Marktsentiment und von Spekulationen über Trumps politische Entscheidungen und Aussagen abhängt. Zudem birgt die Tatsache, dass Trump angeblich 80 % der Tokens besitzt, ein erhebliches Risiko. Ein möglicher Massenverkauf durch ihn könnte den Kurs weiter unter Druck setzen.
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