Die Geschichte über eine mögliche Übernahme von Circle schien vorbei zu sein. Doch der Übernahmekampf um den Stablecoin-Herausgeber hinter USDC hat eine neue Wendung genommen. Es ist mittlerweile von einem regelrechten Bieterkrieg zwischen Ripple und Coinbase die Rede.
Ripple hätte laut dem Wirtschaftsmagazin Fortune ein Angebot von sage und schreibe $11 Milliarden in Bargeld UND XRP gemacht, um den Konkurrenten Coinbase zu überbieten. Circle führt derzeit informelle Gespräche mit beiden Parteien.
Bevorzugte Position für Coinbase
Obwohl Ripple aggressiv bietet, scheint Coinbase vorerst einen Vorteil zu haben. Dies liegt vor allem an der historischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen. Im Jahr 2018 gründeten Coinbase und Circle gemeinsam das Centre Consortium, das die Adoption von Stablecoins wie USDC fördern sollte. Trotz der Beendigung dieser Zusammenarbeit im Jahr 2023 teilen beide Unternehmen noch immer die Einnahmen aus USDC und haben Vereinbarungen, die Circle in der Aufnahme neuer Partnerschaften ohne die Zustimmung von Coinbase einschränken.
Nach Quellen würde Circle selbst eine Präferenz für Coinbase haben, sollte dieses Unternehmen formelle Übernahmepläne vorlegen. Diese bevorzugte Position macht es für Ripple trotz des erhöhten Angebots eine schwierige Situation.
Ripple erhöht den Einsatz mit XRP
Nach einem zuvor abgelehnten Angebot von $4 bis $5 Milliarden wäre Ripple nun bereit, bis zu $11 Milliarden zu bieten. Bemerkenswert ist, dass es nicht nur um Bargeld geht, sondern auch um einen erheblichen Teil von Ripple’s XRP-Reserven. Laut dem Q1 2025 Marktbericht verfügt Ripple über 4,56 Milliarden XRP (im Wert von $10,72 Milliarden), verteilt auf mehrere Adressen, und weitere 37,13 Milliarden XRP in Escrow. Diese letzte Kategorie von Tokens darf Ripple jedoch nicht einfach einsetzen.
Ripple hofft mit diesem erhöhten Angebot Coinbase auszustechen, die angeblich eine Mischung aus Aktien und Bargeld einsetzen will. Coinbase verfügt über $8 Milliarden in Bargeld und kann als börsennotiertes Unternehmen leicht zusätzliches Kapital aufbringen.
Trotz aller Gerüchte und Gebote behauptet Circle, dass das Unternehmen nicht zum Verkauf steht. Circle sagt, dass es sich weiterhin auf den geplanten Börsengang und seine langfristigen Ziele konzentrieren wird. Dennoch geben Insider an, dass sich die Situation schnell ändert und das Spiel zwischen den drei Parteien noch lange nicht gespielt ist. In einer Welt, in der Stablecoins immer wichtiger werden, könnte die Übernahme von Circle einen strategischen Vorteil für sowohl Ripple als auch Coinbase darstellen. Wir bleiben dran.
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