Bei Ripple haben sie große Pläne. Neben der kostengünstigen Ermöglichung grenzüberschreitender Zahlungen konzentriert sich das Unternehmen auch zunehmend auf andere Anwendungen innerhalb von Web3. Während des Apex 2025-Events in Singapur kündigte Ripples CTO David Schwartz eine lang erwartete Entwicklung bekannt. Die Einführung einer neuen Sidechain steht bevor, die mit Ethereum (ETH) kompatibel ist.
Brücke zwischen Ethereum und XRP Ledger
Die neue EVM-Sidechain läuft parallel zum bestehenden XRP Ledger und wurde in Zusammenarbeit mit dem spanischen Blockchain-Unternehmen Peersyst entwickelt. Dank dieser Sidechain können Entwickler bald auf Ethereum-basierte Protokolle ausführen, während sie von der Geschwindigkeit und den niedrigen Kosten des XRPL profitieren.
Die Verbindung zwischen der Sidechain und dem Hauptnetzwerk von XRP wird durch ein Brückenprotokoll sichergestellt, wobei Axelar als exklusiver Brückenpartner fungiert. Dadurch können Tokens wie Wrapped XRP (wXRP) sicher auf die Sidechain übertragen werden, wo sie als Gas-Token für die Ausführung von Smart Contracts dienen.
Beliebte dApps bald auch auf XRP?
Mit dieser Infrastruktur wird es möglich, Anwendungen wie Uniswap, Aave und Compound innerhalb des XRP-Ökosystems zu nutzen. Während das XRP Ledger zuvor hauptsächlich für schnelle Zahlungen verwendet wurde, macht diese Erweiterung die Plattform attraktiver für die Web3-Entwicklergemeinschaft.
Obwohl das XRPL bereits mit Smart-Contract-Funktionalität durch das „Hooks“-Projekt experimentierte, wird die Ethereum Virtual Machine (EVM) viel breiter unterstützt. Das bedeutet, dass bestehende Ethereum-dApps relativ einfach auf die neue Ripple-Sidechain übertragen werden können.
Vollständiger Launch kommt bald
Die EVM-Sidechain ist derzeit live auf einem Testnet, wo Entwickler bereits mit Anwendungen und Smart Contracts arbeiten können. Die vollständige Einführung auf dem Mainnet ist für das dritte Quartal dieses Jahres geplant, so Schwartz. Sobald die Infrastruktur als stabil bewertet wird, folgt der Launch.
Ripple macht damit einen wichtigen Schritt in Richtung Interoperabilität mit anderen Netzwerken und öffnet die Tür für eine viel breitere Adoption von Web3-Anwendungen innerhalb des XRP-Ökosystems.
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