Die Aufkommende Quantencomputing-Technologie führt regelmäßig zu Spekulationen über die Zukunft von Kryptowährungen. Einige Experten warnen davor, dass fortschrittliche Quantencomputer die Sicherheit von Bitcoin (BTC), XRP und anderen digitalen Vermögenswerten durchbrechen könnten. David Schwartz, der CTO von Ripple, reagierte auf diese Bedenken und betonte, dass XRP vorerst keine Gefahr laufe.
Noch kein Grund zur Panik
Laut Schwartz sind Krypto-Projekte noch nicht gegen Quantencomputing gerüstet, aber das bedeutet nicht, dass unmittelbare Gefahr besteht. Derzeit bleiben kryptografische Standards wie SHA-256, SHA-512 und Ed25519 robust und sicher, und das Knacken dieser Verschlüsselungen ist vorerst reine Science-Fiction.
Schwartz vergleicht Quantencomputing mit „kaltfusion“ – einer Technologie, die seit Jahrzehnten als revolutionärer Durchbruch präsentiert wird, der „in ein paar Jahren“ Realität werden würde, aber noch immer nicht verwirklicht ist. Schon seit mehr als zehn Jahren wird behauptet, dass praktisch anwendbares Quantencomputing innerhalb von acht Jahren möglich sein sollte, aber ein echter Durchbruch bleibt aus.
Darüber hinaus sind die derzeitigen quantensicheren kryptografischen Methoden ineffizient und schwer umsetzbar. Daher ist es derzeit nicht praktikabel, diese Technologie breit anzuwenden.
Müssen sich Krypto-Projekte vorbereiten?
Langfristig wird dies notwendig sein. Große Blockchain-Netzwerke wie Bitcoin, Ethereum (ETH) und das XRP Ledger (XRPL) müssen sich schließlich auf mögliche Quantenangriffe vorbereiten. Schwartz rät jedoch, auf effektivere quantenresistente Algorithmen zu warten.
Technisch gesehen ist es bereits möglich, einzelne Konten oder UTXOs gegen Quantenangriffe zu sichern, aber dieser Prozess ist derzeit zu umständlich und unpraktisch, um weit verbreitet angewendet zu werden.
Ripple expandiert in den USA
Trotz der Spekulationen über Quantencomputing setzt Ripple seine internationale Expansion fort. Das Unternehmen hat kürzlich wichtige Schritte in den Vereinigten Staaten unternommen, indem es neue Lizenzen in New York und Texas erworben hat. Mit diesen Money Transmitting Licenses (MTLs) kann Ripple seine Zahlungsdienste ausweiten, was gute Nachrichten für XRP-Nutzer und -Investoren ist.
Dank dieser Lizenzen kann Ripple seinen Ripple Payments-Service weiter ausbauen, wodurch grenzüberschreitende Transaktionen schneller und kostengünstiger werden. Mittlerweile verfügt Ripple weltweit über mehr als 55 MTLs, darunter Genehmigungen in Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).
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