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Ripple-CEO Brad Garlinghouse äußerte sich auf der Consensus 2026 bemerkenswert zur XRP-Community und zur Zukunft von Kryptowährungen. Ihm zufolge war er selbst nie ein „XRP-Maximalist“. Stattdessen erwartet er, dass mehrere Blockchains nebeneinander existieren werden. Zudem sprach er sich gegen die zunehmende Spaltung innerhalb des Kryptosektors aus.
Die Aussagen fanden sofort Beachtung innerhalb der XRP-Community, die als eine der treuesten Gruppen in der Kryptowelt gilt. Garlinghouse betonte jedoch, dass starke Unterstützung aus einer Community etwas anderes ist als blinder Glaube an eine Blockchain.
Während eines Panelgesprächs auf der Consensus 2026 stellte Garlinghouse fest, dass „Tribalismus“ der Kryptobranche schadet. Damit meinte er den heftigen Wettbewerb zwischen Anhängern verschiedener Blockchains.
„Ich war nie ein XRP-Maxi“, so Garlinghouse. „Es wird keine Welt geben, in der eine Blockchain alles dominiert. Es wird eine Multi-Chain-Welt. Ich wünsche mir auch, dass Bitcoin erfolgreich ist.“
Dem Ripple-Chef zufolge führt der Fokus auf interne Konflikte dazu, dass die Branche sich selbst behindert. Er sieht vielmehr eine Zukunft, in der Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), XRP und andere Netzwerke nebeneinander existieren.
Der Interviewer wies darauf hin, dass die XRP-Community seit Jahren als eine der fanatischsten Gruppen innerhalb von Krypto bekannt ist. Garlinghouse erkannte diese Unterstützung offen an.
„Die XRP-Armee war eine unglaublich unterstützende Gruppe von Verbündeten“, sagte er. Auch bezeichnete er das jüngste XRP-Event in Las Vegas als „die aktivste und lebendigste Ausgabe aller Zeiten.“
Garlinghouse ging auch auf ein viel diskutiertes Thema innerhalb des Marktes ein: die Beziehung zwischen Ripple und XRP. Kritikern zufolge hat Ripple zu viel Einfluss auf das Netzwerk, da das Unternehmen große Mengen an XRP besitzt.
Der CEO widersprach diesem Bild. Ihm zufolge bedeutet der Besitz von XRP nicht automatisch, dass Ripple die Kontrolle über das XRP Ledger hat.
„Wir sind kein Proof-of-Stake-Netzwerk und so funktioniert diese Architektur einfach nicht“, erklärte er.
Garlinghouse zufolge sieht Ripple sich vor allem als größten Befürworter des Ökosystems. Alle Produktentscheidungen und Übernahmen werden laut ihm anhand einer zentralen Frage bewertet: Hilft das, die Akzeptanz, Liquidität und das Vertrauen in XRP weiter zu steigern?
Damit knüpft seine Aussage an frühere Äußerungen an, in denen er XRP aufgrund der Geschwindigkeit, niedrigen Transaktionskosten und des Fokus auf internationale Zahlungen als „einzigartiges“ Kryptoprojekt beschrieb.
Darüber hinaus blickte Garlinghouse darauf zurück, wie sich die Haltung gegenüber Krypto in den letzten Jahren stark verändert hat. Er erzählte, dass ihn ein Zentralbanker während Davos vor etwa sieben Jahren überrascht fragte, was jemand aus der Kryptobranche dort überhaupt mache.
Garlinghouse zufolge zeigt dieser Moment, wie schnell die Branche institutionell ernst genommen wurde. Wo Krypto früher seiner Meinung nach noch als „schmutziges Wort“ galt, diskutieren inzwischen Banken, Vermögensverwalter und Regierungen aktiv über Blockchain-Technologie und digitale Assets mit.
Für Ripple kommt dieser Wandel zu einem wichtigen Zeitpunkt. XRP bleibt eine der größten Kryptowährungen der Welt, während Investoren über eine weitere institutionelle Akzeptanz und mögliche neue Anwendungen für das Netzwerk spekulieren.
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