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Bitcoin (BTC) erlebt seinen stärksten Rückschlag seit Jahren. Der Kurs liegt 36 Prozent tiefer und das Lager derjenigen, die eine neue Bärenmarktphase heraufziehen sehen, wächst täglich. Doch einige Schwergewichte der Branche bleiben optimistisch. Nach Ansicht des Chefs von Ripple, dem Unternehmen hinter XRP, steht uns ein sehr gutes Jahr bevor.
Brad Garlinghouse, der seit Dezember 2016 CEO von Ripple ist, wagte während der Binance Blockchain Week die Prognose, dass Bitcoin in einem Jahr bei rund 180.000 Dollar stehen wird.
Garlinghouse nahm an einem Panel mit Solana-Präsidentin Lily Liu und Binance-CEO Richard Teng teil. Seiner Einschätzung nach bleibt das langfristige Bild „stark und unverändert bullisch“.
Bitcoin markierte vor zwei Wochen mit rund 80.000 Dollar den niedrigsten Stand seit April. Zuvor war der Kurs fast sieben Wochen lang nahezu ununterbrochen gefallen. Die magische Marke von 100.000 Dollar rückt nun langsam wieder in den Fokus, doch bis zum Rekordhoch von gut 126.000 Dollar ist es weiterhin ein weiter Weg.
Teng, der Ende 2023 das Ruder von Gründer Changpeng Zhao übernahm, wollte kein konkretes Kursziel nennen. Er betonte jedoch, dass Bitcoin „deutlich höher stehen wird als jetzt“.
Lu, die aktuelle Vorsitzende der Solana Foundation, sieht den Bitcoin Kurs in jedem Fall über die magische Marke von 100.000 Dollar steigen.
Immer mehr Brancheninsider stellen inzwischen das klassische Vierjahresmodell von Bitcoin infrage. Sie richten ihren Blick nicht mehr auf den Halving-Kalender, sondern auf das Makrobild: Konjunkturzyklen, Adoption und die wachsende institutionelle Nachfrage.
Ein großer Teil des Marktes hält jedoch weiterhin an der Vergangenheit fest. Denn wenn das jüngste Allzeithoch wirklich der Gipfel dieses Zyklus war, fügt sich das erschreckend gut ins alte Muster. Das Top lag 534 Tage nach dem Halving – fast identisch zu früheren Zyklen, die ihre Höchststände nach 518 und 550 Tagen erreichten.
Für Analyst SatoshiFlipper ist das Zufall, und die alten Modelle gehören seiner Meinung nach in den Papierkorb. Wie Garlinghouse und Teng betrachtet er das Halving schon lange nicht mehr als Kompass des Marktes.
Seiner Ansicht nach wird Bitcoin vor allem vom US-Konjunkturzyklus getrieben: der bekannten wirtschaftlichen Wellenbewegung aus Aufschwung, Hochphase, Abschwung und Erholung.
Und genau dort liegt das Problem: Die Wirtschaft hat die Expansionsphase noch gar nicht erreicht. Historisch war dies jedoch genau die Phase, in der Bitcoin am stärksten beschleunigte und seinen Zyklusgipfel markierte. Solange dieser wirtschaftliche Motor nicht auf Touren kommt, so SatoshiFlipper und einige andere Analysten, stehen die Chancen gut, dass auch der Hochpunkt dieses Zyklus noch vor uns liegt.
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