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Bitcoin (BTC) hat in den letzten Monaten mehrere schwere Verkaufswellen durchlaufen. Dennoch zeigen neue On-Chain-Daten, dass gerade die erfahrensten Investoren kaum reagieren. Im Gegenteil: Langfristige Investoren besitzen nun mehr Bitcoin denn je, obwohl eine Rekordanzahl dieser Coins derzeit im Minus steht.
Das scheint widersprüchlich. Warum halten Investoren fest, wenn Millionen von Bitcoins unter Wasser stehen? Laut Analysten könnte das ein wichtiges Signal für die nächste Marktphase sein.
Neue Daten von Checkonchain zeigen, dass langfristige Investoren, die ihre Bitcoin mindestens 155 Tage nicht verkauft haben, mittlerweile mehr als 16,5 Millionen BTC besitzen. Das ist der höchste jemals gemessene Wert.

Auffällig ist, dass gleichzeitig etwa 7,4 Millionen dieser Bitcoins derzeit im Minus stehen. Auch das ist ein absoluter Rekord.
Zum Vergleich: Während des Tiefpunkts des Bärenmarktes 2022 standen etwa 6,8 Millionen BTC von langfristigen Investoren im Minus. In früheren Bärenmärkten lag diese Zahl noch niedriger:
Die Grafik zeigt, dass der Gesamtbestand der langfristigen Investoren in den letzten Monaten stark gestiegen ist. Während diese Gruppe zur Markthochphase noch etwa 14 Millionen BTC hielt, ist sie mittlerweile auf über 16,5 Millionen angewachsen.
Normalerweise verkaufen Investoren, wenn die Verluste steigen. Bei Bitcoin scheint derzeit das Gegenteil der Fall zu sein.
Die Daten deuten darauf hin, dass gerade während der jüngsten Korrekturen ein großer Teil des verfügbaren Angebots an Investoren mit einer langfristigen Perspektive übergegangen ist. Diese Gruppe ist historisch dafür bekannt, in Schwächephasen zu kaufen und in Zeiten extremer Euphorie zu verkaufen.
Dass fast die Hälfte aller Bitcoin im Besitz von langfristigen Investoren derzeit im Minus ist, diese Coins jedoch nicht verkauft werden, deutet laut Marktbeobachtern auf eine außergewöhnlich starke Überzeugung hin.
Nach mehreren starken Rückgängen scheinen viele kurzfristige Spekulanten bereits aus dem Markt verschwunden zu sein. Was bleibt, sind Investoren, die bereit sind, erhebliche vorübergehende Verluste hinzunehmen, in Erwartung einer Erholung.
Auch wenn On-Chain-Daten keine Garantien bieten, sehen viele Analysten solche extremen Werte oft in den letzten Phasen eines Bärenmarktes.
Die Kombination aus einer Rekordmenge an Bitcoin in den Händen langfristiger Investoren und einer Rekordanzahl verlustbringender Coins deutet darauf hin, dass ein großer Teil des Verkaufsdrucks möglicherweise bereits verarbeitet ist.
Das bedeutet nicht automatisch, dass der Bitcoin-Kurs nicht weiter fallen kann. Makroökonomische Entwicklungen, Zinserwartungen und die Stimmung am Markt spielen weiterhin eine wichtige Rolle.
Dennoch verlagert sich die Diskussion laut einigen Analysten langsam von der Frage, wie weit Bitcoin noch fallen kann, hin zu der Frage, wie die Erholung aussehen wird, sobald die Nachfrage zurückkehrt. Die aktuellen Daten zeigen jedenfalls, dass die überzeugtesten Investoren ihre Position nicht nur halten, sondern sogar weiter ausgebaut haben.
Aus der Vermögensoffenlegung geht hervor, dass die Bitcoin-Bestände über ein Konto bei der Kryptobörse Coinbase gehalten werden.
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