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Die US-Wirtschaft steht seit Monaten unter Druck. Importzölle, politische Unruhen in Washington, steigende Spannungen mit Iran und höhere Benzinpreise sorgen für Unsicherheit. Dennoch sei von einer Rezession in den USA noch keine Rede, meint der Makroblogger New Deal Democrat.

Seiner Meinung nach liegt der Grund hierfür nicht beim Durchschnittsamerikaner, sondern bei der Oberschicht. Wohlhabende Haushalte profitieren von einem stark gestiegenen Aktienmarkt und geben weiterhin Geld aus. Diese Ausgaben sind groß genug, um den Druck auf die unteren Einkommensgruppen vorerst auszugleichen.

Reiche Amerikaner profitieren von steigenden Börsenkursen

Der US-Aktienmarkt ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Der S&P 500 lag vor einem Jahr noch bei rund 5.900 Punkten. Inzwischen ist der Index auf 7.519,12 Punkte gestiegen, was einem Anstieg von etwa 27 Prozent entspricht.

Von diesen Gewinnen profitiert jedoch nicht jeder. Schätzungen zufolge besitzen die reichsten zehn Prozent der Amerikaner etwa 90 Prozent aller Aktien. Einkommensbezogen hält das oberste Zehntel rund 70 Prozent des Aktienmarktes.

Dies macht die derzeitige Situation besonders unausgewogen. Während viele Haushalte mit höheren Preisen zu kämpfen haben, profitieren wohlhabendere Amerikaner von ihren Investitionen. Der Börsenaufschwung wird vor allem von Unternehmen getragen, die von der Künstlichen-Intelligenz-Hype profitieren.

Niedrigere Einkommen spüren den Druck

Für den Rest der Bevölkerung sieht das Bild weniger rosig aus. Die persönlichen Einkommen und die Durchschnittslöhne der Arbeitnehmer ohne Führungsposition stiegen laut den jüngsten Zahlen um etwa 3,7 Prozent im Jahresvergleich.

Das liegt knapp unter der Inflationsrate. Der Verbraucherpreisindex betrug bei der letzten Messung 3,8 Prozent im Jahresvergleich. Das bedeutet, dass viele Amerikaner in der Praxis kaum vorankommen. Für einige Haushalte fühlt es sich sogar so an, als ob ihre Kaufkraft sinkt.

Dennoch reicht das nicht aus, um die Wirtschaft in eine Rezession zu treiben. Dazu ist die Kaufkraft der wohlhabenderen Amerikaner derzeit zu groß.

Ausgaben bleiben bemerkenswert stark

Das zeigt sich besonders in den Einzelhandelsumsätzen. Die wöchentlichen Daten von Redbook zeigen, dass die Ausgaben im Einzelhandel im Jahresvergleich um neun Prozent gestiegen sind. Laut New Deal Democrat hat sich das Wachstum seit Herbst deutlich beschleunigt. Im Frühjahr kam eine weitere Beschleunigung hinzu.

Grafiek van de United States Redbook Index, die laat zien dat de Amerikaanse winkeluitgaven sinds 2024 oplopen en recent met negen procent op jaarbasis zijn gestegen.
US-amerikanische Einzelhandelsausgaben steigen um neun Prozent im Jahresvergleich (Quelle: Redbook)

Auch Restaurantbesuche bleiben beliebt. Normalerweise zählt die Gastronomie zu den ersten Bereichen, in denen Verbraucher sparen, wenn sie sich Sorgen um ihr Budget machen. Doch das ist aktuell nicht der Fall. In den Jahren 2024 und 2025 lag das Wachstum der Restaurantreservierungen oft zwischen sechs und acht Prozent im Jahresvergleich. In den letzten zwölf Monaten beschleunigte sich das Wachstum auf über zehn Prozent.

Dadurch entsteht ein gemischtes Bild. Ein Großteil der Amerikaner spürt den Druck der Inflation und Unsicherheit. Gleichzeitig gibt die Oberschicht weiterhin großzügig aus. Laut New Deal Democrat ist genau das der Grund, warum die US-Wirtschaft bislang keine Rezession zeigt.

Die Frage ist vor allem, wie lange dieser Unterschied bestehen bleibt. Wenn die Börse weiter steigt, werden wohlhabende Verbraucher wahrscheinlich weiter ausgeben. Drehen jedoch die Aktienmärkte oder verschlechtert sich der Arbeitsmarkt, könnte das Fundament dieser starken Konsumkraft schnell bröckeln.

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