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Der Bitcoin-Kurs (BTC) fiel diese Woche unter 77.000 Dollar, während neue Daten zeigen, dass sich Kleinanleger in rasantem Tempo aus dem Markt zurückziehen. Die Nachfrage von Privatanlegern sank in den letzten drei Wochen um 73 Prozent, was laut Analysten ein schlechtes Zeichen für die weitere Erholung sein könnte.

Nachfrage nach Bitcoin von Kleinanlegern auf historischem Tiefpunkt

Zahlen des Analyseplattform CryptoQuant zeigen, dass der Zufluss kleiner Bitcoin-Anleger an der Kryptobörse Binance auf das niedrigste jemals gemessene Niveau gefallen ist. Es handelt sich um Wallets mit weniger als 1 Bitcoin, die oft als Indikator für die Aktivität von Privatanlegern gelten.

Im Jahr 2026 fließen durchschnittlich nur noch 314 Bitcoin pro Monat aus dieser Gruppe zu Binance. Während des Bärenmarkts 2022 lag diese Zahl noch bei etwa 1.800 Bitcoin. Auch beim Höchststand des Bitcoin-Kurses im März 2024 war der Zufluss mit rund 1.200 Bitcoin deutlich höher.

Laut CryptoQuant-Analyst Darkfost könnte eine Rolle spielen, dass Anleger heutzutage häufiger Spot-Bitcoin-ETFs bevorzugen, anstatt selbst Bitcoin auf Börsen zu halten.

Auch die breitere Nachfrage nach Bitcoin scheint zurückzugehen. Das Wachstum der Nachfrage von Privatanlegern über einen Zeitraum von 30 Tagen sank von 7,39 Prozent in der letzten Woche auf jetzt 3,12 Prozent. Damit verschwindet ein wichtiger Teil des zuvor noch spürbaren Momentums am Markt.

Analysten sehen ungesunde Balance

Gleichzeitig bleibt der Futures-Markt sehr aktiv. Laut Analyst Amr Taha waren kürzlich auf Binance zwei auffällige Verkaufsspitzen zu beobachten. Am 15. Mai wurden rund 1,5 Milliarden Dollar Verkaufsvolumen über Marktorders abgewickelt. Kurz darauf kamen noch einmal über 1,1 Milliarden Dollar hinzu, als der Bitcoin-Kurs unter 77.000 Dollar fiel.

Laut Marktanalyst Crazzyblockk fehlt vor allem eine gesunde Balance zwischen Spotnachfrage und Futurestransaktionen. Bei früheren Kursanstiegen von Bitcoin in den Jahren 2024 und 2025 nahmen beide Nachfrageformen gleichzeitig zu. Jetzt ist das anders.

Die Nachfrage nach Futures stieg im vergangenen Monat um etwa 193.000 Bitcoin, während die Spotnachfrage mit minus 28.000 Bitcoin negativ blieb. Laut dem Analysten ist die Spotnachfrage mittlerweile seit 65 Tagen in Folge negativ.

Analyst sieht wichtige Unterstützung für Bitcoin-Kurs

Trotz der schwachen Spotnachfrage bleiben einige Analysten vorsichtig optimistisch für Bitcoin. So hebt Matthew Hyland hervor, dass der Bitcoin-Kurs im Wochendiagramm weiterhin über einem wichtigen Unterstützungsniveau von 74.400 Dollar liegt.

Laut Hyland muss ein Rückgang auf dieses Niveau nicht zwingend negativ sein. „Ein erneuter Test eines Ausbruchs ist nicht bearish“, schreibt er. Er warnt jedoch, dass sich das Bild verschlechtert, wenn Bitcoin unter diese Unterstützung fällt.

Inzwischen verändern sich auch die Verhältnisse auf dem Futures-Markt. So verliert Binance an Boden im weltweiten Handelsvolumen von USDT-Futures. Während die Plattform früher für über 40 Prozent des Marktes verantwortlich war, sank dieser Anteil im Mai auf 21,1 Prozent. Der Konkurrent OKX stieg hingegen auf 26,3 Prozent und übernahm damit erstmals die Führung.

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