Donald Trump kündigte im Präsidentschaftswahlkampf als einen seiner Kernpunkte an, den Russland-Ukraine-Krieg schnell beenden zu können. Bislang ist jedoch kein Durchbruch gelungen. Möglicherweise werden heute jedoch erhebliche Schritte unternommen. Auf einer ehemaligen Basis aus Zeiten des Kalten Krieges in Alaska ist nämlich ein wichtiges politisches Treffen angesetzt, das den Verlauf des Krieges in der Ukraine bestimmen könnte.
Trump und Putin lassen Selenskyj außen vor
Donald Trump und Wladimir Putin treffen sich zum ersten Mal persönlich, seit Trump ins Weiße Haus zurückgekehrt ist. Ihr Ziel ist es, in der Ukraine einen Waffenstillstand zu erreichen, der den Konflikt einfrieren könnte. Das Treffen findet in Alaska statt, ein seltener Besuch Putins auf US-amerikanischem Boden.
Auffällig ist, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht eingeladen ist. Das sorgt in Kyjiw und bei europäischen Verbündeten für Unruhe. Sie befürchten, dass Trump Zugeständnisse machen will, die einer Anerkennung der russischen Kontrolle über rund 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets gleichkämen.
Laut Quellen aus dem Umfeld des Kremls ist Russland zu einem Kompromiss bereit: ein Einfrieren der Frontlinie im Gegenzug für den Stopp weiterer NATO-Erweiterung und die teilweise Aufhebung westlicher Sanktionen. Putin deutet zudem ein neues Abkommen zur nuklearen Rüstungskontrolle an, da der derzeitige Vertrag im Februar nächsten Jahres ausläuft.
Trump sagt, dass er, falls das Gespräch mit Putin gut verläuft, rasch ein Dreiergespräch mit Selenskyj aufsetzen wolle. Die Ukraine stellt jedoch harte Bedingungen. Sie will keinen formalen Verzicht auf ihr Territorium und außerdem handfeste Sicherheitsgarantien, vorzugsweise mit US-Unterstützung.
Putin verlangt weiterhin, dass ukrainische Truppen sich aus Teilen von Donezk, Saporischschja und Cherson zurückziehen und dass Kyjiw offiziell neutral bleibt.
Spannungen und Misstrauen
Die Waffenstillstandspläne stoßen auf Skepsis. Präsident Selenskyj betont, dass Putin sein Wort immer wieder gebrochen hat. So erklärte der russische Präsident einst, er habe keine Pläne, in die Ukraine einzumarschieren, annektierte kurz darauf jedoch die Krim. Später folgte ein weiteres Versprechen, nämlich ‘keine großangelegte Invasion‘. Dennoch begann 2022 die umfassende Offensive.
Nach Ansicht Kyjiws gibt es daher jeden Grund, Putins Wort nicht zu trauen. Selbst wenn die Ukraine im Gegenzug für einen Waffenstillstand Gebiet aufgäbe, befürchtet Selenskyj, dass Russland in Zukunft erneut zuschlagen wird.
Die Finanzmärkte hoffen auf Fortschritte im Konflikt. Für Anleger ist Klarheit schließlich am wichtigsten. Der Kurs von Bitcoin (BTC) ist jedenfalls noch stark von den hohen US-Inflationszahlen von gestern gezeichnet, könnte aber von einem positiven Durchbruch in Alaska deutlich profitieren.
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