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Der bekannte US-Analyst Peter Brandt warnt Anleger, dass Bitcoin möglicherweise vor einer signifikanten Korrektur steht.
Brandt zufolge könnte der Bitcoin-Kurs auf eine Zone zwischen 58.000 und 62.000 Dollar fallen. Das entspräche einem Rückgang von über 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau von rund 92.000 Dollar.
Brandt stützt seine Warnung auf technische Analyse, eine Methode, die Kursmuster verwendet, um mögliche Marktentwicklungen abzuschätzen. In diesem Fall verweist er auf einen sogenannten ‚Rising Wedge‘. Dabei handelt es sich um ein Muster, bei dem der Kurs zwar noch steigt, aber immer weniger überzeugend. Die Aufwärtsbewegung verengt sich, was oft auf abnehmende Kaufkraft hinweist.
Historisch endet ein solches Muster häufig mit einem Abwärtstrend. Laut Brandt könnte dies Bitcoin in die Zone von 58.000 bis 62.000 Dollar führen. Zugleich betont er, dass technische Analyse keine Gewissheit bietet. Er räumt offen ein, dass seine Prognosen ebenso gut falsch sein könnten.
Andere Analysten sehen Parallelen zu früheren Marktzyklen. So wird auf Ähnlichkeiten mit dem Kursverlauf von 2022 hingewiesen, als Bitcoin nach einer Erholungsrally erneut einbrach. Auch damals scheiterte der Kurs daran, wichtige Widerstandsniveaus zu durchbrechen, was die Abwärtsbewegung beschleunigte.
Die Idee hinter diesem Vergleich ist, dass sich Märkte zwar nicht exakt, aber rhythmisch wiederholen. Sollte sich dieses Muster fortsetzen, könnte die aktuelle Phase ein Vorbote für mehr Abwärtsdruck sein.
Neben Grafiken spielt auch On-Chain-Daten eine Rolle. Analyseplattformen beobachten, dass einige sehr alte Bitcoin-Adressen, sogenannte ‚OG-Wale‘, wieder aktiv werden. Das bedeutet, dass Investoren, die ihre Bitcoin teilweise über zehn Jahre gehalten haben, Coins bewegen oder teilweise verkaufen.
Das muss nicht zwangsläufig schlechte Nachrichten bedeuten, sorgt aber für Unsicherheit. Große Verkäufe können zusätzliches Angebot auf den Markt bringen, was den Kurs unter Druck setzt, insbesondere in einer Phase, in der die Stimmung bereits angespannt ist.
Gleichzeitig gibt es auch gegenteilige Stimmen. Einige Marktbeobachter weisen darauf hin, dass sich die Liquidität in den USA verbessert. Mehr Liquidität bedeutet in der Regel, dass mehr Geld für Investitionen zur Verfügung steht, einschließlich risikoreicher Anlagen wie Bitcoin. In früheren Zyklen fiel eine Erholung der Liquidität oft mit einem Tiefpunkt im Kryptomarkt zusammen.
Für den durchschnittlichen Anleger unterstreicht dies vor allem eines: Der Markt befindet sich an einem Scheideweg. Technische Signale deuten auf ein erhöhtes Risiko einer Korrektur hin, während makroökonomische Faktoren eine Unterstützung bieten könnten.
Ob Bitcoin tatsächlich auf 60.000 Dollar fällt, bleibt ungewiss. Die Warnung von Brandt macht jedoch deutlich, dass große Kursschwankungen auch 2026 nicht ausgeschlossen sind. In einem Markt, der stark von Stimmung und Liquidität geprägt ist, bleibt Vorsicht vorerst geboten.
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