Die Spannungen auf dem Kryptomarkt nehmen rasch zu. Bitcoin (BTC) hat seit Oktober fast die Hälfte seines Wertes verloren, was unter Investoren für Panik sorgt. Dennoch ist der aktuelle Rückgang alles andere als einzigartig. In der Vergangenheit erlebte die größte Kryptowährung noch deutlich tiefere Abstürze.

Bitcoin-Kurse erlebten schon häufig extreme Abstürze

Die Bitcoin-Kurse schwanken seit Jahren heftig. Derzeit notiert BTC bei rund 68.000 Dollar, ein Rückgang von 46 Prozent seit dem Höchststand von über 126.000 Dollar im Oktober. Das sorgt für Besorgnis, doch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Bitcoin (BTC) bereits viel tiefere Einbrüche überstanden hat.

Abstürze von fünfzig bis achtzig Prozent sind eher die Regel als die Ausnahme. Die Vergangenheit bietet keine Garantien, zeigt aber, dass eine Erholung immer wieder möglich war.

Eine Übersicht früherer starker Korrekturen:

  • 2012 verlor BTC 56 Prozent nach einem Ponzi-Betrug.
  • 2013 fiel der Kurs um 83 Prozent durch den Zusammenbruch von Mt. Gox.
  • Später im Jahr halbierte sich der Preis erneut nach einem Verbot aus China.
  • 2018 sank Bitcoin um 84 Prozent nach dem Hype um 20.000 Dollar.
  • Während des Corona-Crashs im März 2020 verlor die Coin in zwei Tagen 50 Prozent.
  • 2022 folgte ein Crash von 77 Prozent, auch bedingt durch den Kollaps von Terra (LUNA) und FTX.

Bitcoin hat all diese Krisen überlebt. Wer denkt, das Tief sei schon erreicht, sollte vorsichtig sein: Verglichen mit früheren Abstürzen ist ein Rückgang von 46 Prozent noch relativ mild.

Große Investoren verändern das Spielfeld

Was diesen Marktzyklus von früheren unterscheidet, ist die wachsende Rolle institutioneller Akteure. Laut Daten von BitcoinTreasuries besitzen 194 börsennotierte Unternehmen insgesamt 1,36 Millionen Bitcoin (BTC). Das entspricht etwa 6,8 Prozent des gesamten Angebots mit einem Marktwert von über 77,5 Milliarden Dollar.

Viele dieser Coins scheinen dauerhaft vom Markt zu verschwinden. Unternehmen wie Strategy und Metaplanet haben offen erklärt, dass sie ihren Bitcoin-Bestand nie wieder verkaufen wollen.

Auch Exchange-Traded Funds (ETFs) spielen mittlerweile eine Hauptrolle. Sie verwalten zusammen 1,6 Millionen BTC, was einem Wert von fast 109 Milliarden Dollar entspricht. Laut Analysten besteht ein großer Teil dieser Zuflüsse aus institutionellen Investoren mit einer langfristigen Perspektive.

Diese Strategie sorgt für weniger Verkaufsdruck und zusätzliche Kaufkraft bei fallenden Kursen. Mehrere Unternehmen nutzen den jüngsten Einbruch, um weiter zuzukaufen. Strategy kündigte diese Woche einen Kauf von Bitcoin im Wert von 168 Millionen Dollar an.

Wichtige Unterstützung rund um den alten Bitcoin-Rekord

Der Bitcoin-Kurs bewegt sich derzeit um ein entscheidendes Niveau: das alte Allzeithoch von etwa 69.000 Dollar. Laut Analyst Jelle dient dieser Preis nun als technische Unterstützung, bei der deutliches Kaufinteresse sichtbar ist.

„Entweder bricht BTC erneut nach unten aus oder wir sehen eine Konsolidierung, bevor der Markt wieder eine Richtung einschlägt“, erklärt er. Das Chartbild zeigt einen Test eines historisch wichtigen Niveaus.

Jelle betont, dass Geduld jetzt entscheidend ist: „Ohne deutlichen Durchbruch bleibt abzuwarten, ob Bitcoin einen weiteren Rückgang einleitet oder eine Aufwärtsbewegung fortsetzt.“

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