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OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, hat einen Megadeal mit dem US-Chipriesen Broadcom abgeschlossen. Die Vereinbarung umfasst den Kauf von 10 Gigawatt Rechenleistung in Form maßgeschneiderter KI-Chips. Der Deal könnte sich laut Quellen auf bis zu 500 Milliarden US-Dollar belaufen – zusätzlich zu OpenAIs bereits bestehenden Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und Halbleiter.
Mit der Vereinbarung baut OpenAI sein umfangreiches Chipprogramm weiter aus. Bereits Anfang dieses Jahres schloss das Unternehmen Deals mit Nvidia und AMD über die Lieferung von 10 bzw. 6 Gigawatt an Chips. Die Zusammenarbeit mit Broadcom bedeutet, dass OpenAI erstmals eigens entwickelte KI-Chips fertigen lässt – speziell auf die eigenen Modelle zugeschnitten.
Laut Sam Altman arbeitet OpenAI seit eineinhalb Jahren mit Broadcom an dem projekt. Die neuen Chips sind für den sogenannten Inference-Prozess bestimmt: die Phase, in der Künstliche Intelligenz auf Nutzeranfragen reagiert – etwa bei ChatGPT. „Dies ist das größte gemeinsame Industrieprojekt der Menschheitsgeschichte“, sagte Altman in einem Podcast, in dem er den Deal erläuterte.
Mit der Vereinbarung steigt OpenAIs gesamte Chip-Kapazität auf über 26 Gigawatt. Das entspricht in etwa der Leistung von rund 26 Kernkraftwerken.
Der Megadeal stärkt OpenAIs Position im globalen Wettlauf um KI-Hardware. Mit der Kooperation mit Broadcom will das Unternehmen seine Abhängigkeit von Nvidia verringern, das den Markt derzeit mit seinen H100-Chips dominiert. Broadcoms Chips dürften günstiger sein, was OpenAI langfristig Kostenvorteile verschaffen könnte.
Laut Marktinsidern kostet ein Gigawatt KI-Rechenleistung derzeit rund 50 Milliarden US-Dollar, inklusive Infrastruktur. Davon entfallen etwa 35 Milliarden auf Chips und 15 Milliarden auf Rechenzentren. Die Vereinbarung mit Broadcom könnte OpenAI bis zu 500 Milliarden US-Dollar zusätzlich kosten – abhängig von Chippreisen und Energieinflation.
Broadcom-Chef Hock Tan verglich die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz mit früheren weltverändernden Innovationen. „Das ist wie die Eisenbahn oder das Internet. KI wird zu einer grundlegenden Versorgungsinfrastruktur für Milliarden von Menschen“, sagte er am Montag.
Die Kooperation mit Broadcom fügt sich in OpenAIs übergeordnete Strategie ein, die eigene technologische Infrastruktur zu kontrollieren. Neben Chiplieferanten verfügt das Unternehmen zudem über einen fünfjährigen Rechenzentrumsvertrag über 300 Milliarden US-Dollar mit Oracle, mit dem in den kommenden Jahren eine globale KI-Cloud ausgerollt werden soll.
Indem OpenAI eigene Chips entwirft, lässt sich die Rechenleistung besser auf künftige Modelle zuschneiden. So hofft das Unternehmen, schneller neue Versionen von ChatGPT und andere KI-Anwendungen auf den Markt zu bringen. Bislang wurde diese Entwicklung immer wieder durch Chipengpässe ausgebremst.
Der Deal sorgte für einen kräftigen Kurssprung der Broadcom-Aktien. Die stiegen am Montag zur Eröffnung der US-Börsen um mehr als acht Prozent.

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