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Der Bitcoin (BTC) Kurs scheint nach Wochen der Unsicherheit auf dem Markt eine wichtige Phase erreicht zu haben. Neue On-Chain-Daten zeigen, dass ein großer Teil aller Bitcoin kürzlich um die aktuellen Preisniveaus den Besitzer gewechselt hat. Laut mehreren Analysten könnte damit ein stabiler Boden entstehen, obwohl die Gefahr eines erneuten starken Rückgangs noch nicht gebannt ist.
Daten von Checkonchain zeigen, dass sich derzeit fast 20 Prozent aller Bitcoin zwischen 60.000 und 70.000 Dollar befinden. Diese Daten basieren auf der sogenannten Unrealized Price Distribution (URPD), einem Indikator, der aufzeigt, wo Coins zuletzt on-chain bewegt wurden.
Analyst Frank Fetter hält dies für ein wichtiges Signal. „So entstehen bedeutende Böden“, schrieb er.
Wenn viele Anleger ihre Bitcoin um dasselbe Preisniveau gekauft haben, entsteht oft eine wichtige Unterstützungszone. Anleger sind dann weniger geneigt, bei einem Kursrückgang auf dieses Niveau mit Verlust zu verkaufen.
Die aktuelle Situation deutet darauf hin, dass viele Anleger während der Korrektur ihre Bitcoin verkauft haben, während neue Käufer diese Coins erworben haben. Dieser Prozess wird oft als Umverteilung von schwachen zu starken Händen gesehen.
Auch ein anderer On-Chain-Indikator sendet ein bemerkenswertes Signal. Laut Analyst DurdenBTC ist der Prozentsatz der Bitcoin, die noch im Gewinn sind, auf ein Niveau gefallen, das in der Vergangenheit oft mit Phasen extrem negativen Marktsentiments zusammenfiel.
Während der vergangenen Marktzyklen erreichte dieser Indikator dieses Niveau nur viermal: bei etwa 3.200 Dollar im Jahr 2019, 5.000 Dollar im Jahr 2020, 16.000 Dollar im Jahr 2023 und kürzlich bei etwa 59.000 Dollar.
In allen vorherigen Fällen lag dies letztlich nahe an einem wichtigen Markttief.
Dennoch sind nicht alle Signale positiv. Auf dem Tageschart bildet Bitcoin derzeit eine sogenannte Bear-Flag. Dieses Muster entsteht oft nach einem scharfen Rückgang und kann auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends hinweisen.

Wenn der Bitcoin Kurs erneut an der Oberkante des Musters abgewiesen wird, erscheint laut technischer Analyse ein Rückgang in Richtung 53.500 Dollar wahrscheinlich. Damit rückt auch die psychologische Grenze von 50.000 Dollar wieder in den Fokus.
Für eine überzeugende Erholung muss Bitcoin zunächst über etwa 66.400 Dollar schließen. Gelingt dies, richten Analysten ihren Blick auf den nächsten Widerstand um 70.250 Dollar. Damit bleibt die Zone zwischen 60.000 und 70.000 Dollar vorerst das wichtigste Schlachtfeld für den Markt.
Auch der technische Analyst Juffermans von Newsbit behält ein ähnliches Szenario im Auge. Ihm zufolge bildet die Zone um 63.500 Dollar ein wichtiges Unterstützungsniveau. Solange Bitcoin darüber bleibt, behalten Käufer die Aussicht auf eine weitere Erholung.
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