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Die Nvidia-Aktie legte am Dienstagabend im nachbörslichen Handel um fast 2 Prozent zu, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, das Unternehmen beim bevorstehenden APEC-Gipfel mit Chinas Präsident Xi Jinping zu besprechen.

Das Treffen findet am Donnerstag am Rande des APEC-Treffens statt und ist das erste persönliche Gespräch der beiden Staatschefs seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar.
In einem Interview mit CNBC an Bord der Air Force One sagte Trump, dass Nvidias fortschrittlicher GB200 Grace Blackwell Superchip Teil der Gespräche mit Xi sein werde. Dieser Prozessor ist für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle ausgelegt.
Trump nannte den Chip „den Superduper-Chip“ und fügte hinzu:
„Wir liegen bei fortschrittlichen Chips etwa zehn Jahre vor dem Rest der Welt. Ich denke, wir werden darüber mit Präsident Xi sprechen.“
Die Aussagen folgen auf eine Phase zunehmender Exportbeschränkungen zwischen den Vereinigten Staaten und China, in der Washington den Verkauf von Nvidias fortschrittlichsten KI-Chips an chinesische Kunden blockiert hat.
Wie sehr derzeit vor allem die großen Tech-Konzerne die US-Börse treiben, zeigt auch die folgende Beobachtung von The Kobeissi Letter. Obwohl der S&P 500 gestern erneut auf einem Allzeithoch schloss, verzeichneten 80 Prozent der Aktien Kursverluste.
Seit Juli darf Nvidia einen speziellen H20-Chip nach China verkaufen, eine abgespeckte Version seiner leistungsstärksten GPUs. Trump sagte am Mittwoch, er erwäge eine ähnliche Regelung für eine reduzierte Variante der Blackwell-Serie, betonte jedoch, dass noch keine formale Entscheidung getroffen sei.
China reagierte schnell und scharf. Peking kündigte neue Regeln an, die inländischen Unternehmen die Einfuhr jeglicher Nvidia-Chips untersagen.
Anfang dieses Monats erklärte Nvidia-CEO Jensen Huang, das Unternehmen sei inzwischen „zu 100 Prozent aus China heraus“ und habe dort keinen Marktanteil mehr. Analysten sehen diese Ausgrenzung als Druckmittel Chinas in den anhaltenden Handelsgesprächen mit der Trump-Regierung.
Das Treffen zwischen Trump und Xi findet vor angespannter Kulisse statt. Die derzeitige Entspannung im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt läuft am 10. November aus, es sei denn, beide Länder stimmen einer Verlängerung zu.
Trump hat wiederholt gewarnt, ab dem 1. November 100-prozentige Einfuhrzölle auf chinesische Waren zu erheben, falls kein Fortschritt erzielt wird. Zugleich berichtete das Wall Street Journal, Washington sei bereit, die fentanylbezogenen Zölle auf chinesische Exporte zu halbieren – im Gegenzug für strengere chinesische Kontrollen der für das Mittel verwendeten Ausgangsstoffe.
Trump sagte außerdem, auch die US-Landwirtschaft und der illegale Fentanyl-Fluss aus China würden Thema sein. Auf Fragen zu Taiwan reagierte er zurückhaltend:
„Ich weiß nicht, ob wir überhaupt über Taiwan sprechen werden. Vielleicht will er etwas dazu fragen, aber es gibt nicht viel zu besprechen.“
Trotz des angespannten Tons bezeichnete Trump sein Verhältnis zu Xi als „sehr gut“ und sagte, er freue sich auf ein „großartiges Gespräch“.
Damit beendet der Präsident eine einwöchige Asienreise, auf der er unter anderem Handels- und Bergbauabkommen mit Staaten in Südostasien und Japan unterzeichnete.
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