Der XRP-Kurs machte letzte Woche einen kräftigen Sprung und steht jetzt bei 2,92 Dollar, was einem Anstieg von fast dreißig Prozent entspricht.
Dies geschieht zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt: der langwierige Rechtsstreit zwischen Ripple und der amerikanischen Aufsichtsbehörde SEC scheint fast vorbei zu sein. Aber von der SEC bleibt es bemerkenswert still. Was ist los? Ein ehemaliger SEC-Anwalt gibt Aufschluss.
Ripple versus SEC: Ende in Sicht?
Laut dem ehemaligen SEC-Anwalt Marc Fagel haben sowohl Ripple als auch die amerikanische Börsenaufsicht SEC ihre Berufungen zurückgezogen. Ripple-CEO Brad Garlinghouse bestätigte bereits früher, dass sein Unternehmen das Gegenberufung fallen gelassen hat. Von der SEC blieb es still, aber laut Fagel ist das kein Grund zur Sorge. Es handelt sich einfach um ein Standardverfahren: Sobald die interne Abstimmung bei der SEC abgeschlossen ist, wird auch dort die Berufung offiziell zurückgezogen.
Niemand hält den Fall auf, betont Fagel. Nicht der Richter – der muss nirgendwo mehr entscheiden – und auch die SEC nicht. Wenn alles nach Plan verläuft, kann das rechtliche Kapitel innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden. Und das würde nach fast fünf Jahren eine enorme Erleichterung für Ripple und für den XRP-Kurs bedeuten.
Fünf Jahre Unsicherheit wiegen schwer
Die SEC begann 2020 mit dem rechtlichen Angriff auf Ripple. Der Kern der Klage: XRP wäre ein Wertpapier, und Ripple hätte das Gesetz bei dem Verkauf davon an große Investoren verletzt. Der XRP-Kurs litt jahrelang unter der Unsicherheit.
Erst 2024 kam es zu einem teilweisen Urteil. Ripple musste eine Strafe von 125 Millionen Dollar zahlen, aber der Verkauf von XRP an Börsen wurde nicht als illegal betrachtet. Das letztere öffnete die Tür für eine Erholung. Dennoch entschied sich die SEC in Berufung zu gehen. Ripple folgte mit einer Gegenberufung. Es schien erneut auf Jahre des Prozessierens hinauszulaufen. Bis der Fall, unter dem Einfluss veränderter Verhältnisse in Washington, langsam zum Stillstand kam.
XRP-Kurs: auf dem Weg zum Allzeithoch?
Mit dem fast abgeschlossenen rechtlichen Kapitel blickt der Markt nach vorne. Der vorherige Rekordkurs von XRP lag bei 3,40 Dollar, im Jahr 2018. Letzten Januar kam die Münze dem bereits sehr nahe mit einem Höchststand von 3,39 Dollar. Mit dem aktuellen Kurs von 2,92 Dollar muss XRP nur noch etwa sechzehn Prozent steigen.
Und es bleibt nicht bei juristischen Neuigkeiten. Laut Bloomberg-Analyst James Seyffart ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieses Jahr noch ein Spot Exchange-Traded Fund (ETF) für XRP genehmigt wird. Er schätzt diese Chance auf 95 Prozent. Ein solcher ETF kann, ähnlich wie bei Bitcoin (BTC), Milliarden an institutionellem Geld freisetzen.
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