Der Bitcoin-Kurs steht kurz davor, das Jahr 2025 mit Verlust abzuschließen. Nur wenn BTC bis Silvester über 94.000 Dollar schließt, bleibt ein positives Jahresergebnis möglich.
Bisher hat Bitcoin (BTC) in diesem Jahr 5,7 Prozent an Wert verloren. Während US-amerikanische Aktien um Weihnachten neue Rekorde aufstellten, blieb die größte Kryptowährung zurück. Das bereitet Händlern Sorgen: Viele Anleger befürchten, dass das schwache Momentum auch im Januar anhält.
Vorsicht überwiegt
Laut der Analyseplattform Leavitas zeigen professionelle Händler eine deutliche Zurückhaltung. Daten vom Optionsmarkt offenbaren eine steigende Nachfrage nach Absicherungen gegen fallende Kurse. Der sogenannte 25-Delta Risk Reversal für Optionen mit einer Laufzeit von einer Woche ist stark gesunken, was auf eine Vorliebe für Put-Optionen hindeutet.
Auch langfristig dominiert Pessimismus. Alle Laufzeiten, von einer Woche bis zu einem Jahr, zeigen negative Werte. Das deutet darauf hin, dass Institutionen eher ihre Risiken absichern, als auf starke Kursgewinne zu spekulieren.
Für ein positiveres Marktumfeld müsste der Risk Reversal auf null zurückkehren oder sogar positiv werden. Erst dann besteht Raum für neue Aufwärtsbewegungen.
Laut der Kryptohandelsfirma QCP Capital bleibt der Markt richtungslos, solange die Liquidität begrenzt ist. „Nach dem Auslaufen von Kontrakten am 26. Dezember ist das offene Handelsvolumen um etwa fünfzig Prozent gesunken. Viel Kapital steht an der Seitenlinie.“
Institutionen wenden sich (vorübergehend) von Bitcoin ab
Die Zurückhaltung am Optionsmarkt spiegelt sich auch in der institutionellen Nachfrage wider. Ende 2025 verzeichneten amerikanische Spot Bitcoin ETFs einen Abfluss von 5,5 Milliarden Dollar. Das ist der größte Abfluss seit ihrer Einführung Anfang 2024.
Der Verkaufsdruck scheint hauptsächlich von Hedgefonds auszugehen, die ihre Positionen abbauen. Der Grund dafür ist, dass die Rendite auf den beliebten Basishandel von zehn auf fünf Prozent gesunken ist.
Dennoch bleibt das größere Bild relativ stabil. Der gesamte Zufluss in Bitcoin ETFs liegt noch immer nur neun Prozent unter dem Rekordniveau von 62 Milliarden Dollar im Oktober. Dies zeigt das anhaltende Vertrauen von Langfristanlegern.

Das Sentiment im vierten Quartal erlitt jedoch einen schweren Schlag. Der Crash am 10. Oktober und die Überarbeitung des MSCI-Index, bei der Unternehmen mit Bitcoin in der Bilanz möglicherweise ausgeschlossen werden, belasteten den Markt stark.
Vor allem das Risiko, dass Strategy im ersten Quartal 2025 aus dem MSCI-Index entfernt wird, hält Anleger in Atem. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird auf 75 Prozent geschätzt. Eine Entscheidung wird Mitte Januar erwartet.
Solange diese Unsicherheit anhält, bleibt BTC wahrscheinlich zwischen 88.000 und 94.000 Dollar gefangen. Seit Mitte Dezember gelingt es dem Kurs nicht mehr, diesen Widerstand zu durchbrechen.

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