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Die Spannungen zwischen Nigeria und der Kryptobörse Binance nehmen weiter zu. Die nigerianische Regierung beschuldigt die Plattform nun offiziell, Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche und Zahlungen bei Entführungen ermöglicht zu haben. Laut der Regierung wurden über Binance erhebliche Geldbeträge an kriminelle Netzwerke weitergeleitet.
Die Vorwürfe wurden vom Informationsminister Alhaji Mohammed Idris erhoben. Er erklärte, dass kriminelle Banden und Terrorgruppen Binance in großem Umfang genutzt hätten, um illegale Gelder zu transferieren.
„Wenn man Geldflüsse zwischen jemandem sieht, der angeblich Finanztransaktionen in deinem Land durchführt, und Personen, die an destabilisierenden Aktivitäten beteiligt sind, dann ist das natürlich von Bedeutung“, so Idris.
Die Anschuldigungen kommen kurz nach früherer Kritik an Nigeria selbst. Binance-Sicherheitschef Tigran Gambaryan warf den Behörden Erpressung vor. Er wurde monatelang in Nigeria festgehalten, aber schließlich aus gesundheitlichen Gründen freigelassen – eine diplomatische Krise mit den USA konnte so vermieden werden.
Der Rechtsstreit ist inzwischen in vollem Gange. Die nigerianische Regierung hat eine Klage in Höhe von 81 Milliarden Dollar gegen Binance eingereicht. Neben den Vorwürfen der Terrorismusfinanzierung wird dem Unternehmen auch Geldwäsche, Steuerhinterziehung und die Untergrabung des Werts der Landeswährung Naira zur Last gelegt.
Der Fall verdeutlicht eine breitere Kontroverse: In Schwellenländern werden Krypto-Plattformen einerseits als Chance für finanzielle Inklusion gesehen, andererseits aber auch als Risiko für Missbrauch, Instabilität und den Verlust der monetären Kontrolle.
Nigeria gilt als einer der größten Kryptomärkte Afrikas und ist für Binance strategisch äußerst wichtig. Der zunehmende juristische und politische Druck im Land könnte jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Stellung des Unternehmens auf dem Kontinent haben.
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