Der Bitcoin-Kurs erhielt gestern erneut einen schweren Schlag und fiel kurzzeitig unter die Marke von 73.000 Dollar. Damit verstärkte sich der Abwärtstrend der letzten Tage und die Unruhe unter den Anlegern nahm weiter zu.
Trotzdem sieht Newsbit-Analyst Erik Juffermans in den Diagrammen erste Anzeichen, die auf eine mögliche Wende hindeuten könnten.
Bitcoin-Kurs nach scharfem Rückgang unter Druck
Auf kurze Sicht ist das Bild ausgesprochen schwach. Innerhalb weniger Stunden fiel der Bitcoin-Kurs von etwa 78.000 Dollar auf unter 73.000 Dollar. Damit wurde innerhalb einer wichtigen Unterstützungszone erneut ein tieferer Tiefpunkt erreicht.

Juffermans‘ Analyse zufolge ist vor allem die Geschwindigkeit des Rückgangs bemerkenswert. Solche scharfen Bewegungen gehen oft mit Panikverkäufen einher, bei denen Anleger massenhaft ihre Positionen schließen. Gleichzeitig treten in solchen Phasen häufig erste Anzeichen auf, dass der Verkaufsdruck seinen Höhepunkt erreicht.
Eines dieser Anzeichen ist im Relative Strength Index sichtbar. Während der Kurs einen tieferen Tiefpunkt erreichte, zeigte der RSI hingegen einen höheren Tiefpunkt. Dieses Muster, bekannt als bullische Divergenz, deutet darauf hin, dass die Verkäufer an Kraft verlieren. Es ist keine Garantie für einen Anstieg, aber historisch oft ein erster Hinweis, dass das Schlimmste vorerst überstanden sein könnte.
Dieses Niveau muss Bitcoin zurückerobern zur Bestätigung
Dennoch ist Vorsicht geboten. Solange der Bitcoin-Kurs unter dem Widerstand bei rund 79.000 Dollar bleibt, ist noch keine bestätigte Bodenbildung in Sicht. Dieses Niveau fungiert derzeit als deutliche Barriere für eine Erholung.
Laut dem Newsbit-Analysten wird vor allem der Verlauf der kommenden Tage entscheidend sein. Gelingt es Bitcoin, diese Zone zu überwinden, könnte dies der Startschuss für eine Erholung in Richtung höherer Niveaus sein. Bleibt der Kurs darunter, bleibt der Markt anfällig.
Allzeithoch von 2021 wirkt weiterhin als Magnet
Auf lange Sicht wird das Bild noch komplexer. Die Bodenbildung ist selten eine Frage von Tagen und verläuft meist mit mehreren Täuschungsbewegungen. Dabei spielt ein historisch wichtiges Niveau eine große Rolle.
Der Höchststand der Bullenphase von 2021 liegt bei rund 69.000 Dollar. Laut vielen Analysten wirkt ein solches altes Rekordhoch oft als Magnet für den Kurs. In der vorherigen Bärenphase fiel Bitcoin schließlich auch auf das alte Hoch von etwa 20.000 Dollar zurück, bevor eine längere Erholungsphase begann.

Sollte der Verkaufsdruck erneut zunehmen, ist ein Test dieser Zone daher nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig gilt, dass eine starke Erholung von den aktuellen Niveaus gerade bestätigen könnte, dass Käufer dieses Gebiet entschlossen verteidigen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, welches Szenario sich durchsetzt. Für den Moment befindet sich der Bitcoin-Kurs an einem entscheidenden Scheideweg, wobei sowohl eine Erholung als auch ein weiterer Rückgang realistisch bleiben.
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