Stablecoins sind gefragt. Immer mehr Unternehmen forschen nach diesen Münzen oder implementieren sogar Integrationen. Es hat alles mit der pro-krypto Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seinem Genius Act zu tun. Die Auswirkungen spüren wir auch bei Ripple’s RLUSD Stablecoin. Der Token erreichte kürzlich einen enormen Meilenstein.
RLUSD auf dem Weg nach oben
In nur sieben Monaten erreichte RLUSD eine Marktkapitalisierung von gerade einmal 500 Millionen Dollar, ein Rekord. Seit der Einführung im Dezember 2024 wächst das Vertrauen in das Projekt stetig. Laut Daten von CoinGecko gehört RLUSD mittlerweile zu den Top 20 der größten Stablecoins, mit einem täglichen Handelsvolumen von etwa 26 Millionen Dollar. Genauer gesagt steht es auf Platz 16.
Dennoch hat der Stablecoin noch einen langen Weg vor sich. Projekte wie USDT und USDC sind um ein Vielfaches größer. Diese Stablecoins haben eine Marktkapitalisierung von jeweils 158,6 und 61,8 Milliarden Dollar. RLUSD ist damit nur ein Bruchteil von USDT, gerade einmal etwa 0,3 Prozent.
Ripple arbeitet jedoch intensiv auf institutioneller Ebene. Das Unternehmen ist in Gesprächen mit amerikanischen Behörden, um eine nationale Banklizenz zu erhalten. Mit einer solchen Lizenz darf das Krypto-Unternehmen selbst Kundengelder verwalten. Außerdem möchte es ein Masterkonto bei der Federal Reserve haben, um Zugang zu Zentralbankreserven zu bekommen. Dadurch könnte es finanzielle Dienstleistungen effizienter, sicherer und zuverlässiger anbieten.
Stablecoins immer beliebter
Das Wachstum des Ripple RLUSD Stablecoin kommt zudem in einem Moment, in dem der gesamte Markt für Stablecoins explosiv zunimmt. Dollar-gebundene Tokens repräsentieren mittlerweile fast 250 Milliarden Dollar, was mehr als 95 Prozent des gesamten Stablecoin-Sektors ausmacht. Auch im Vergleich zum gesamten Kryptomarkt ist dies ein erheblicher Anteil. Ganze 7,25 Prozent des Gesamtmarktes bestehen aus auf den Dollar basierenden Stablecoins.
Das gestiegene Interesse ist größtenteils dem GENIUS Act zu verdanken. Dieser wurde kürzlich vom Senat genehmigt. Später diesen Monat wird der Vorschlag im Repräsentantenhaus behandelt für eine endgültige Abstimmung. Das Gesetz zielt darauf ab, klare Regeln für die Nutzung von Stablecoins zu schaffen.
So sollen Krypto-Unternehmen wissen, woran sie sind, und Verbraucher besser geschützt werden. Das Gesetz will unter anderem festlegen, wie Stablecoins gedeckt sein müssen, welche Parteien sie ausgeben dürfen und unter welcher Aufsicht dies steht. In diesem Sinne ist es vergleichbar mit der MiCA-Regulierung, die wir in Europa bereits kennen.
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