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Die Vereinigten Staaten bereiten sich auf eine neue Phase in der Regulierung des rasant wachsenden Kryptomarkts vor. Das Weiße Haus sucht eine Schlüsselfigur, die die künftige Aufsicht prägen soll. Präsident Donald Trump hat dafür einen ausgesprochen kryptofreundlichen Kandidaten für den Vorsitz der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) vorgeschlagen.
Präsident Donald Trump hat Michael Selig als Kandidaten benannt, der die Führung der CFTC übernehmen soll. Diese US-Behörde spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung der Derivatemärkte. Dazu zählen etwa Futures – Verträge, mit denen Anleger auf den künftigen Preis eines Vermögenswerts spekulieren können.
Die Wahl Seligs gilt in der Kryptobranche als positiv, weil er sich aktiv in der Kryptoregulierung engagiert und eng mit anderen Aufsehern zusammenarbeitet. In der Community wird seine mögliche Berufung entsprechend wohlwollend aufgenommen. So bekundete auch Nevin Freeman, Mitgründer des Stablecoin-Projekts Reserve, auf X seine Unterstützung: “Wir freuen uns zu hören, dass Michael Selig der Topkandidat für die CFTC ist. Er hat auf jeden Fall unsere Unterstützung.”
Derzeit arbeitet Selig als Chefjurist in der Krypto-Taskforce der Securities and Exchange Commission (SEC), wo er als Topberater des ebenfalls kryptofreundlichen SEC-Kommissars Paul Atkins fungiert. In dieser Rolle konzentriert er sich vor allem auf die Abstimmung der Politik zwischen SEC und CFTC, insbesondere an der Schnittstelle der Kryptoregulierung. Zuvor war er Partner bei der Kanzlei Willkie Farr & Gallagher, wo er sich auf Asset-Management spezialisierte.
Selig muss jedoch noch vom Senat bestätigt werden. Ob er auf ausreichende Unterstützung zählen kann, ist vorerst unklar. Der zuvor nominierte Brian Quintenz vom Investmentfonds a16z Crypto zog sich nach scharfer Kritik aus der Krypto-Industrie zurück. Unter anderem Tyler Winklevoss von der Krypto-Börse Gemini äußerte Einwände gegen seine Ernennung.
Der US-Kongress arbeitet derzeit an der sogenannten Clarity Act, einem Gesetzentwurf, der der Kryptobranche rechtliche Klarheit bringen soll. Das Gesetz unterscheidet zwischen digitalen Vermögenswerten, die als Wertpapiere (securities) unter die Aufsicht der SEC fallen, und Vermögenswerten, die als Rohstoffe (commodities) gelten und der CFTC unterstehen – wie Bitcoin (BTC).
Mit diesem neuen Gesetz würde die CFTC voraussichtlich eine führende Rolle bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte wie Kryptowährungen und Tokens übernehmen, die nicht als Wertpapiere eingestuft sind. Konkret hieße das: weniger rechtliche Grauzonen, weniger Gerichtsverfahren – wie bei Ripple – und berechenbarere Regeln für Unternehmen und Anleger.
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