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Der Kryptosektor sieht sich Anfang April mit einer auffälligen Zunahme von Cyberangriffen konfrontiert. Innerhalb von etwas mehr als zwei Wochen wurden mindestens zwölf DeFi-Protokolle und Kryptounternehmen gehackt. Dabei wurden digitale Währungen im Wert von mehreren Dutzend Millionen Dollar gestohlen.
Die Serie von Angriffen begann mit dem großen Hack des Drift-Protokolls am 1. April. Bei diesem Vorfall wurden rund 280 Millionen Dollar erbeutet, was ihn zu einem der größten Krypto-Angriffe des Jahres 2026 macht.
Seit Anfang April wurden unter anderem CoW Swap, Hyperbridge, Bybit, Dango, Silo Finance, BSC TMM, Aethir, MONA und Zerion Opfer von Cyberangriffen. Die jüngsten Zwischenfälle ereigneten sich bei Rhea Finance und der Grinex-Börse.
Bei Rhea Finance nutzte ein Angreifer eine Schwachstelle in einer Handelsfunktion, die mit geliehenem Geld arbeitet. Durch die Manipulation von Liquiditätspools konnte der Hacker das System täuschen und Gelder abziehen. Laut dem Blockchain-Sicherheitsunternehmen CertiK beläuft sich der Schaden auf etwa 7,6 Millionen Dollar.
Der Angreifer soll Fake-Tokens erstellt und in neue Pools eingebracht haben, was die Preisinformationen im System störte.
Auch die Grinex-Börse wurde angegriffen. Nach einem Hack, bei dem 13,7 Millionen Dollar gestohlen wurden, entschied sich die Plattform, ihre Aktivitäten vorübergehend einzustellen. Das Unternehmen deutet an, dass möglicherweise „unfreundliche Staaten“ an dem Angriff beteiligt sind.
Andere Vorfälle zeigen, dass die Angriffsmethoden variieren. So wurde Anfang April ein Liquiditätspool auf der Binance Smart Chain durch Manipulation betroffen, was zu einem Verlust von etwa 1,67 Millionen Dollar führte. Zudem gingen bei kleineren Exploits Beträge von mehreren Hunderttausend Dollar durch Fehler in Smart Contracts und falsche Einstellungen verloren.
Experten zufolge werden Cyberangriffe im Kryptosektor immer raffinierter. Beim Drift-Protokoll-Hack soll Social Engineering eingesetzt worden sein, um Mitarbeiter zu täuschen und Zugang zu Systemen zu erhalten. Möglicherweise spielte auch künstliche Intelligenz eine Rolle.
Darüber hinaus werden mehrere Angriffe nordkoreanischen Hackergruppen zugeschrieben, die für ihre gezielten Attacken auf Kryptounternehmen bekannt sind.
Der Aufstieg fortschrittlicher KI-Modelle führt zu zusätzlichen Sorgen in der Branche. Experten befürchten, dass diese Technologie Cyberkriminellen helfen könnte, Angriffe schneller und effektiver durchzuführen.
Die jüngste Welle von Hacks fügt sich in einen breiteren Trend ein. Laut Daten von DefiLlama wurden im ersten Quartal 2026 bereits über 168,6 Millionen Dollar bei 34 DeFi-Protokollen gestohlen.
Die anhaltenden Angriffe unterstreichen die Verwundbarkeit des schnell wachsenden DeFi-Sektors. Unternehmen investieren zunehmend in Sicherheit, doch die Entwicklungen zeigen, dass auch Hacker sich rasch anpassen.
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Cyberkriminelle setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz (KI) für ausgefeilte digitale Angriffe.
Kurz nach dem Angriff sendete Renegade.fi eine On-Chain-Nachricht an den Hacker mit der Bitte, 90 % der gestohlenen Gelder zurückzugeben.
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