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Netflix zieht sich aus dem Übernahmekampf um Warner Bros. zurück. Damit ist der Weg frei für Paramount Skydance, das historische Hollywood-Studio zu übernehmen. Die Reaktion an der Wall Street spricht Bände: Die Netflix-Aktie stieg nachbörslich um 13%. Anleger bevorzugen das eigenständige Wachstum des Unternehmens.
Im Dezember hatte Netflix noch eine Vereinbarung getroffen, um die Studio- und Streamingaktivitäten von Warner Bros. für mehrere Milliarden Dollar zu übernehmen. Doch Paramount Skydance hielt mit Gegenangeboten den Kampf offen.
Am Donnerstag entschied Warner Bros., dass das neueste Angebot von Paramount, 31 Dollar pro Aktie, überlegen ist. Netflix erklärte, bei großen Übernahmen diszipliniert bleiben zu wollen und investiert das Geld lieber in eigene Inhalte. In diesem Jahr plant das Unternehmen Investitionen von rund 20 Milliarden Dollar in Filme und Serien.
Der Übernahmekampf fand nicht nur in Hollywood statt, sondern auch in Washington. Sowohl Netflix-Chef Ted Sarandos als auch Paramount-CEO David Ellison besuchten diese Woche die US-Hauptstadt.
Die Übernahme ist politisch brisant. Senatorin Elizabeth Warren warnte, dass die Fusion zu höheren Preisen und weniger Auswahl für Verbraucher führen könnte. Der Senat plant Anhörungen zum Verkauf von Warner Bros.
Paramount versucht, die Bedenken mit umfassenden Garantien zu zerstreuen. Das Unternehmen würde Milliarden bereitstellen, um Netflix für die Beendigung der früheren Vereinbarung zu entschädigen. Zudem haben große Banken Finanzierungen in Höhe von mehreren Milliarden zugesagt.
Netflix hat weltweit mehr als 325 Millionen zahlende Abonnenten und ist profitabel. Traditionelle Medienunternehmen wie Paramount und Warner Bros. besitzen zwar eigene Streamingdienste, aber ihnen fehlt der Skalenvorteil. Gleichzeitig verlieren ihre Fernsehsender Zuschauer und Werbeeinnahmen. Eine Fusion soll hier Abhilfe schaffen.
Mit dem Rückzug von Netflix scheint der Megadeal nun für Paramount Skydance in greifbare Nähe zu rücken. In den kommenden Wochen werden die Aufsichtsbehörden prüfen, ob die Übernahme genehmigt wird.
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