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Ein begrenzter Ausbruch des Hantavirus sorgt für Unruhe an den Finanzmärkten. Die Lage scheint derzeit unter Kontrolle. Auf einem Kreuzfahrtschiff, der MV Hondius, wurden acht Infektionen gemeldet, darunter drei Todesfälle. Spanien hat mit der Evakuierung von Passagieren bei Teneriffa begonnen.

Die Weltgesundheitsorganisation rechnet derzeit nicht mit einer großflächigen Pandemie wie beim Coronavirus. Dennoch sind die Finanzmärkte wachsam. Nicht weil das Basisszenario sofort katastrophal wäre, sondern weil die Weltwirtschaft im Jahr 2026 deutlich anfälliger erscheint als 2020.

Weniger Spielraum als während Corona

Als Corona im März 2020 ausbrach, konnten Zentralbanken und Regierungen massiv intervenieren. Zinsen wurden gesenkt, Liquidität massiv erhöht und Regierungen brachten umfangreiche Hilfspakete auf den Weg.

Jetzt gestaltet sich das schwieriger. Die Inflation in den USA liegt bei etwa 3,3 Prozent, während sie vor Corona bei rund 2,3 Prozent lag. Der Konflikt zwischen den USA und Iran hat zudem die Energiepreise bereits erheblich steigen lassen. Brent-Öl notiert bei rund 100 Dollar pro Barrel und überschritt während der Spannungen sogar die Marke von 116 Dollar.

Damit können die Zentralbanken bei einem erneuten Gesundheitsschock weniger leicht stimulieren. Eine Zinssenkung kann zwar die Wirtschaft stützen, aber auch die Inflation erneut ankurbeln. Der Spielraum der Politik ist demnach deutlich kleiner als vor sechs Jahren.

Risikoanlagen anfällig für Panik

Aktien und Bitcoin (BTC) haben sich in den letzten Monaten stark erholt. Der S&P 500 erreichte sogar ein neues Rekordhoch, und der Bitcoin-Kurs liegt wieder bei rund 80.000 Dollar.

Doch gerade deshalb sind die Märkte anfällig für Enttäuschungen. Im Jahr 2020 fiel der S&P 500 in etwas mehr als einem Monat um 34 Prozent. Bitcoin verlor damals in kurzer Zeit mehr als die Hälfte seines Wertes.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich dies wiederholt. Das Hantavirus verbreitet sich nicht wie Corona, und der aktuelle Ausbruch ist noch klein. Es zeigt jedoch, wie schnell Investoren Risiken abbauen können, wenn eine Gesundheitskrise größer wird als erwartet.

Für Bitcoin könnte ein solches Szenario insbesondere über die Liquidität wirken. In Panikphasen verkaufen Anleger oft zuerst, was liquide und volatil ist. Bitcoin könnte dann, trotz der langfristigen Perspektive, temporär mit Aktien und anderen Risikoanlagen abwerten.

Öl und Gold könnten anders reagieren

Auch die Ölmärkte könnten empfindlich reagieren. Während der Corona-Pandemie brach die Nachfrage so stark ein, dass die US-Ölpreise zeitweise negativ wurden. Jetzt ist die Situation anders. Der Markt hat mit Angebotsproblemen aufgrund der Spannungen um die Straße von Hormus zu kämpfen.

Falls eine Gesundheitskrise die wirtschaftliche Aktivität hemmt, könnte das die Ölnachfrage senken. Gleichzeitig bleiben geopolitische Angebotsrisiken bestehen. Das macht den Ölpreis vermutlich volatiler, statt einfach vorhersehbar zu sein.

Gold und Silber könnten zunächst ebenfalls unter Druck geraten, wie im März 2020. Damals verkauften Investoren sogar sichere Häfen, um Liquidität zu schaffen. Später erholten sich Edelmetalle stark durch Stimulusmaßnahmen und niedrigere reale Zinsen. Im Jahr 2026 ist dieser Weg weniger selbstverständlich, da die Zentralbanken weniger Spielraum für expansive Maßnahmen haben.

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